ANDI THE WICKED- Sexual Transmitted Mojo

„Sexually Transmitted Mojo“ ist nach Freak on Frets (2016) das zweite Wicked instrumental Album des Rheinländers Andreas Dötsch. Aufgewachsen in der Metal Metropole Mittelrhein hat
er sich in fast 20 Jahren durch Engagements in Bands wie Steelpreacher, Wolfen oder The Wicked Chambers, sowie als Live Tontechniker und Stagetech einen Namen erarbeitet. Sein
Kredo „Straigt and Wicked instrumental Metal“ steht hier Maßgeblich für Qualtitätsarbeit auf dem Griffbrett während komplett auf Look at me Alüren oder Soundtrends verzichtet wird. Das vorliegende Material ist ehrlicher und vor allem ungeschönter rauer Heavy Metal.

Es wäre zu einfach gewesen auf Spielereien des 21. Jahrhunderts zurück zu greifen und aufpolierte Industrie-Produktionen mit gleich klingenden Samples oder Plugins zu produzieren.
Was auf diese Platte gepresst wurde ist nicht nur Handarbeit, die aus zehn Fingern durch glühende Röhrenverstärker in Boxentürme gejagt und aufgenommen wurde, sondern auch der
Beweis dafür das ein Album in voller Länge auch wegen seiner Vielfältigkeit problemlos ohne Sänger auskommt.
Staccato Mayhem zeigt sofort auf, das hier kein seelenloses geshredder stattfindet, sondern gebangt werden darf! Das widerkehrende Riff im Chorus und die Hookline erzeugen gleich Gute
Laune und belieben im Ohr!

Just a Tale startet mit leichter Melancholie, wächst aber schnell zu einem mächtigen und mitreißenden Mid- Tempo Song heran, der unterbrochen durch ein emotionales Tappingsolo in
einem dramatischen Finale endet. Sexually Transmitted Mojo ist nach einem Besuch beim Urologen benannt. Ein Zwiegespräch über sexually transmitted diseases und ein Happy End sind hier musikalisch umgesetzt.

The Wicked Interlude ist ein weiterer Beweis für die Vielfältigkeit dieser Platte. Die Nylonbesaitete Konzertgitarre, die spielerische Themen des nächsten Songs aufgreift leitet
gekonnt in Four Chapters ein.
Four Chapters besteht tatsächlich aus vier Kapiteln, die alle für sich ihre eigene Geschichte erzählen. Los geht es in einer verträumten und heilen Welt, die im zweiten Teil von einer dunklen
Bedrohung heimgesucht wird, die die Glückseligkeit vieler in Schutt und Asche legt. Auferstehend aus der Asche erhebt sich das Gute und führt in einem fulminanten Schlussolo
über annähernd drei Minuten Krieg gegen das Böse. The Classical Part Act Two wirft jegliche Regeln der Harmonielehre über den Haufen. Ständig passiert etwas Anderes. Der nunmehr schon fast 15 Jahre alte Song wartete lange auf den richtigen Rahmen einer Veröffentlichung. Ein frühes Werk sozusagen. Der klassische Einfluss erklärt sich hier von selbst.

Heavy Blues steht wieder im Zeichen von easy Listening. Blues und Heavy Metal sind grundsätzlich miteinander verwandt, was hier wieder sehr deutlich wird. Wurde auf Freak on Frets noch ein Seitenhieb in Richtung Funk gewagt ist es nun der Blues der metallisch wird. Too Dumb To Quit wurde während des Recordings von Drummer Jan Hinz scherzhaft als Pokemon Song betitelt. Man hört klar Einflüsse in den asiatischen Raum wenn sich zwei Gitarren duellieren. Heldenmut und Gute Laune in Dur bilden das Finale von Sexually Transmitted Mojo.

Drunk and Dirty guitar Solo Live wurde während der legendären Masters Of The Underground Show von Steelpreacher live aufgenommen und ist Beweis dafür, dass es kein High Gain
erfordert um zu solieren.
Tips zum Umgang mit dieser Platte: Lautstärke nach Bedarf, Getränk der Wahl, zurücklehnen und genießen! Kopfkino!!!

Author: Thomas Fiedler

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