Die finnische Death-Doom-Band Kuolemanlaakso veröffentlichen am 04.03.22 ihr neues Album „Kuusumu“ via Svart Records

Kuolemanlaakso veröffentlichen heute ihre dritte Single „Surusta meri suolainen“ vom neuen Album „Kuusumu“, dass am 04.März über Svart Records erscheint.

Surusta meri suolainen“ basiert auf der justinianischen Pest, die im Jahr 541 in Europa ausbrach. Im Jahr 542 lagen in den Straßen von Konstantinopel so viele Leichen herum, dass der byzantinische Kaiser Justinian I. seine Untergebenen aufforderte, die Kadaver auf Schiffe zu häufen, sie aufs offene Meer zu bringen und über Bord zu werfen. Nach einiger Zeit trugen die Wellen die verwesenden Leichen als menschliche Flöße zurück an Land. Der Titel bedeutet „Sea Salty of Sorrow“, was sich auf die Tränen derjenigen bezieht, die ihre Angehörigen verloren haben.

„Musikalisch ist es im Grunde eine Landkarte dessen, was diese Band ausmacht: schwere Riffs, reichhaltige Dynamik, verschiedene Gesangsstile und saftige Wendungen. Aleksi Munter (ex Swallow the Sun, ex Insomnium) hat mir bei den Orchestrierungen geholfen, die sehr cool ausgefallen sind. Alles in allem ein gewaltiger Song, kommentiert Gitarrist Laakso.“

Die finnische Death-Doom-Band Kuolemanlaakso um Sänger Mikko Kotamäki (Swallow the Sun) steht kurz vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums seit acht Jahren. „Kuusumu“, das dritte Album der Band, wurde vom Triptykon und Dark Fortress Gitarristen V. Santura koproduziert, gemischt und gemastert. „Kuusumu“ wird am 04.03.22 über Svart Records veröffentlicht. Die zweite Single „Tulessakävelijä“ könnt ihr euch hier anhören.

„Die Aufnahmepause hat sich unverzeihlich lange hingezogen, aber im Doom gibt es keine Eile. Es war großartig, mit den Jungs wieder zur Sache zu kommen und die Gelegenheit zu haben, ein paar alte Freunde einzuladen, uns zu helfen. Die Keyboards von Kuusumu wurden von Aleksi Munter (Swallow the Sun, Insomnium, Ghost Brigade) produziert und mitarrangiert, und Lotta Ruutiainen (Luna Kills) sang bei einigen Tracks fantastisch. Meiner bescheidenen Meinung nach haben wir auf Kuusumu viele Schritte nach vorne gemacht“, sagt Gitarrist und Songwriter Laakso.

Die Texte von „Kuusumu“ basieren auf der plötzlichen globalen Abkühlung, die im Jahr 535 einsetzte und zu einem zehn Jahre andauernden Winter, Ernteausfällen, Hungersnöten und einem Massensterben von Vieh und anderen Tieren führte. Der Klimawandel wurde höchstwahrscheinlich durch massive Vulkanausbrüche verursacht, deren Nebel die Sonne für 1,5 Jahre verdunkelte, was zu Lichtverlust und unerträglicher Kälte führte. Außerdem breitete sich die Beulenpest, die 541 im Byzantinischen Reich ausbrach, über Europa aus und tötete während der Klimakrise Dutzende von Millionen von Menschen.

„Ich sehe unsere bisherigen Veröffentlichungen als Herbstalben, deshalb haben wir uns dieses Mal für ein Winteralbum entschieden. Ich bin zufällig auf Literatur über die katastrophalen Ereignisse gestoßen und habe mich sehr davon inspirieren lassen – vor allem von den zeitgenössischen Schriften aus der Zeit zwischen 530 und 540. Danach hat es nicht lange gedauert, bis ich das Album geschrieben habe. Es ist gruselig, darüber nachzudenken, dass ein tödlicher Klimawandel und eine Pandemie auch vor 1.500 Jahren wüteten, als medizinisches Wissen, Informationsfluss und Lebensbedingungen noch in den Kinderschuhen steckten. Und natürlich gab es keine Elektrizität. Die Menschen dachten, sie hätten die Götter verärgert und die Dunkelheit würde ewig andauern“, sagt Laakso.

Auf „Kuusumu“ dehnen Kuolemanlaakso ihre künstlerischen Grenzen noch weiter aus. Das Album enthält die für Kuolemanlaakso typische Härte, aber auch schnelleres und sorgfältiger arrangiertes Material. Die erste Single „Katkeruuden malja“ mit Lotta Ruutiainen repräsentiert die eingängigere und leichtere Seite des Albums.

Katkeruuden malja schöpft seine Inspiration aus Kummer und Elend. Musikalisch ist es fast ein Trip in die Landschaften der heutigen Beschwerlichkeiten, aber mit melancholischen und Kalevala-infizierten melodischen Einflüssen, die für mich sehr finnisch klingen. Das Musikvideo ist eine Mischung aus dem Frost-Thema des Albums und der Farbpalette des Cover-Artworks“, erklärt Laakso.

Kuolemanlaakso:
Kotamäki – vocals
Laakso – guitar, backing vocals
Kouta – guitar
Usva – bass
Tiera – drums

Author: Thomas Fiedler

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