Marco Hietala´s Tour of the Black Heart 2020

Dienstagabend irgendwo in Frankfurt, genauer gesagt in der Batschkapp in Frankfurt, fand ein Konzert statt, was es so auch noch nicht gegeben hat. Der Sänger und Mitbegründer der Band Tarot, besser bekannt als Marco Hietala, noch besser bekannt als Bassist und Sänger bei Nightwish, gab als Solo Künstler ein Konzert, im Zuge seiner Tour oft he Black Heart 2020.

Als ich auf den Parkplatz der Batschkapp gefahren bin, habe ich mich schon ein wenig gewundert. An diesem Abend, gut es war knapp 1 Stunde vor Beginn des Konzertes, war der Parkplatz bis auf 4 Autos komplett leer. Ich musste erstmal schauen ob es heute war, wo Marco Hietala spielt oder ob es morgen erst ist. Nein es war heute und als ich am Eingang mit den Security´s gesprochen hatte wusste ich auch warum. Im Vorverkauf waren gerade mal 142 Karten verkauft und an der Abendkasse bisher 3 Tickets. Was dann noch hin zu kam, und daran merkte man das nicht viele Tickets verkauft wurden, das Stehtische in der Halle aufgestellt wurden, um dem ganzen ein wenig mehr Atmosphäre zu geben. Mal schauen was sich bis zum Beginn noch so tut.

Um 20:00 Uhr ging das Licht aus und die hier in Deutschland recht unbekannte Band OCEAN HOARSE aus Finnland enterten die Bühne. OCEAN HOARSE wurden erst 2018 von Ben Varon gegründet, also noch eine recht junge Band könnte man meinen aber die ein oder anderen Mitglieder haben schon in der ein oder anderen Band gespielt. Ben z.B. spielte 20 Jahre lang bei AMORAL, die sich 2017 auflösten und Ben dann OCEAN HOARSE gründete. Mit dabei Jyri Helko am Bass, Oskari Niemi an den Drums und Joonas Kosonen als Frontman und Sänger. OCEAN HOARSE ordnen sich selber bei Fucking Heavy Metal ein aber ich würde Sie eher in Metal, Rock eingruppieren, das passt besser. Gleich mit dem Opener „Feed the Sirens“ zeigt Joonas eine starke Bühnenpräsenz und die 4 versuchen die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Trotz des Altersunterschiedes harmonieren die 4 Jungs gut miteinander und so entwickelt sich ein guter Gig. Neben dem Opener und weiteren Songs wie „Waves“ oder „The Intruder“ gab es ein Bass und ein Gitarrensolo. Angekündigt werden diese beiden Solis jeweils von Joonas der der festen Überzeugung ist das eine Fucking Heavy Metal Band diese Solis spielen müssen. Den Abschluss von OCEAN HOARSE bildet der Song „The Oceanhoarse“, wo ein Mensch mit großer Maske auf die Bühne kommt und Joonas, Arm in Arm mit dem Meeresungetüm den Song singt. Man ist gespannt wie diese Band sich weiterentwickelt und was aus Ihr wird.

Setlist:

  1. Intro
  2. Feed The Sirens
  3. Fading Neons
  4. Death Row Center
  5. Waves
  6. Bass Solo
  7. The Damage
  8. Duality
  9. Guitar Solo
  10. The Intruder
  11. The Oceanhoarse
  12. Outro

Ocean Hoarse

Nach der immer wieder kehrenden Band Umbaupause kommt er dann, Marco Hietala. Barfuss und mit seinen langen Haaren auf die Bühne. Die Fans, mittlerweile sind es um die 170 Fans empfangen ihn mit viel Applaus. Zu seiner Band gehören an diesem Abend Tuomas Wäinölä an der Gitarre, Vili Ollila am Keyboard und Anssi Nykänen am Schlagzeug. Mit „Star, Sand and Shadow“ startet Marco Hietala in diesen Abend. Von diesem Moment an war es ein anderes Konzert, als die, die man sonst so kennt. Die Fans in der Batschkapp waren eher ruhig und gespannt und lauschten den Klängen von den Musikern, anstatt laut mit zu singen und zu feiern. Es hatte schon was von einem Klassik Konzert. Heavy Metal kann man das auch nicht so richtig nennen, was Marco Hietala als Soloprojekt da macht. Die Songs gehen eher in die Poppige Richtung. Was auffiel war das Marco bei Song 3, 4, 5, 6, und 7 jeweils was zu den Fans sagte über den nun kommenden Song. Ob es um seine Entstehung geht oder um das was er aussagt oder was er damit bezwecken möchte. Ein richtiger Fluss bzw. nahtloses Konzert kamen da nicht so auf. Dies kam erst als er die Songs 8-11 am Stück gespielt hatte. Was die 4 Musiker technisch darbieten ist schon ein Brett. Da spielen auch 4 Perfektionisten zusammen und das ist einfach grandios. Mit „Runner oft he Railways“ kommt erstmalig an diesem Abend Metal Stimmung in die Batschkapp, gefolgt vom rockigen „Starman“, eher Marco dann den „letzten Song“ an diesem Abend mit „Stones“ ansagt. Als Zugabe spielen Sie „War Pigs“ als Cover von BLACK SABBATH und nun konnte man auch mal die ein oder anderen Haare fliegen sehen. Etwas sanfter geht es dann beim letzten Titel des Abends zu. „Truth Shall set you free“, ist nicht nur der Abschluss auf dem Album, nein auch an diesem Abend wird mit dem Song ein Konzert nach knapp 70 Minuten beendet, was man nicht so oft hört und sieht.

Ich muss schon sagen das ich etwas enttäuscht war, von diesem Konzert. Technisch kann ich nichts sagen, was die 4 Musiker da abgeliefert haben, sucht seines gleichen. Daran lag es aber auch nicht, es war viel mehr die Tracks, die für mich kein Heavy Metal sind, sondern eher in den Soft Rock ein zu ordnen sind. Wenn die Fans, leider waren es halt nicht so viele an diesem Abend, erst bei den beiden Cover Songs so richtig „wach“ werden, sagt das doch einiges aus über das Konzert.

Setlist:

  1. Intro
  2. Star, Sand And Shadow
  3. Dead God’s Son
  4. The Voice Of My Father
  5. For You
  6. Death March For Freedom
  7. I Dream
  8. I Am The Way
  9. Runner Of The Railways
  10. Starman (David Bowie Cover)
  11. Stones

Zugabe:

  1. War Pigs (Black Sabbath Cover)
  2. Truth Shall Set You Free
  3. Outro

Marco Hietala