Napalm Death in der Essigfarbik

Am letzten Tag der „Campaigne for Music Destruction Tour 2020“ sind NAPALM DEATH in der Essigfabrik zu Gast. Mit dabei als Support haben Sie BAT, ROTTEN SOUND, MISERY INDEX und EYEHATEGOD. Für ein Konzert schon ganz schön viele Bands und man war verwundert über den recht frühen Beginn. 17:30 Uhr ging es los aber das war von den Bands so gewünscht, weil es halt auch der letzte Tag der Tour war.

Um 17:30 Uhr ging es also mit BAT los. Die aus Richmond in den USA stammende Formation besteht aus ehemaligen Mitgliedern von MUNICIPAL WAST, D.R.I. und VOLTURE und spielen Speed Metal vom allergemeinsten. Ein Song jagt den anderen, was bei nur 30 Minuten Spielzeit auch kein Wunder ist. Da wird sich auch nicht großartig mit irgendwelchen reden aufgehalten, sondern wird nur kurz auf das vorhandene Merchandise hingewiesen um sich wieder den wichtigeren Dingen des Lebens zu widmen. Gut 200 Fans waren zu diesem frühen Beginn schon in der Essigfabrik und die ein oder anderen wagten sich bis ganz vorne an die Bühne denn es gab keinen Fotograben. Mit Songs wie „ Code Rude“, „Rule of the Beast“ oder „Ritual Fool“ knallten Sie den Fans einige Songs aufs Hirn die auch ins Ohr gingen. 30 Minuten hatten Sie Zeit um sich zu präsentieren, was ihnen sehr gut gelungen ist.

 

 

Setlist:

  1. Code Rude
  2. Master
  3. Wild Fever
  4. You Die/Rule of the Beast
  5. Cruel Discipline
  6. Wings of Chains/Bloodhands
  7. Ritual Fool
  8. Total Wreckage
  9. Bat

Nun wurde kurz umgebaut und mit ROTTEN SOUND ging es weiter. Die Finnen spielten harten Grindcore Metal und man sah das die Fans etwas näher an die Bühne kamen als noch bei BAT. Jetzt entstanden auch die ersten Circle Pits, wenn man das so mit 4 Mann nennen kann. Voll auf die 12 gab es dabei von ROTTEN SOUND. Was allerdings schade war das man Sänger Keijo Niinimaa vom Gesang her fast gar nicht verstand. Egal die Fans feierten. Zwischendurch bedankte sich Keijo bei allen die an dieser Tour beteiligt waren und vergaß dabei fast die Fans, bei denen er sich dann aber doch bedankte und die es ihm mit Beifall zurück gaben. Auch ROTTEN SOUND hatten nur 30 Minuten zur Verfügung und so gaben sie dann auch weiterhin mächtig Gas. „Targets“, Fear of Shadows“ oder „Doomed“ kamen bei den Fans richtig gut an und so verabschiedeten sie sich nach 30 Minuten von den Fans.

 

 

Setlist:

  1. The Effects
  2. Lazy Asses
  3. Self
  4. Targets
  5. Slaying
  6. Fear of Shadows
  7. Doomed
  8. Corponation

Wieder wurde umgebaut und dann kamen die aus den USA stammenden MISERY INDEX. Der Name Schein Programm zu sein den MISERY INDEX beschäftigen sich in ihren Texten mit politischen Themen und ob das allen so gefällt bleibt zu bezweifeln. Das alles verpackt in Death Metal war es stark an zu hören. Obwohl sich die Halle noch ein wenig mehr gefüllt hatte war jetzt wieder etwas mehr Platz vor der Bühne, dass änderte sich aber zu dem Zeitpunkt wo Sänger und Gitarrist Sparky Voyles die Fans aufforderte näher an die Bühne zu kommen was die Fans auch taten. Gleich mit dem Opener „Embracing Extinction“ gab es bei den Fans kein halten mehr und als Sparky dann beim nächsten Song sagte das er Circle Pits und Headbangen sehen möchte Liesen sich die Fans nicht lange bitten. So knallten MISERY INDEX auch einen Song nach dem anderen raus und unterbrachen nur um sich auch bei allen für diese geile Tour zu bedanken. Mit „Hammering the Nails“ und „Traitors“ verabschiedeten sie sich von den Fans um ihren Gig nach 40 Minuten zu beenden.

 

Setlist:

  1. Embracing Extinction
  2. The Spectator
  3. The Great Depression
  4. Rulin Class Cancelled
  5. New Salem
  6. The Choir Invisible
  7. Computing the Cull
  8. The Carrion Call
  9. Hammering the Nails
  10. Traitors

Und wieder wurde umgebaut um alles vorzubereiten für EYEHATEGOD. Aus New Orleans stammen EYEHATEGOD und haben Sludge im Gepäck, dabei vereinen Sie Hardcore Punk, Industrial und Doom Metal was die Fans erstmal nicht so beeindruckte. Zumal man auch am Anfang nicht genau wusste was machen die da. Ist es noch Soundcheck oder ist es schon der Gig denn Gitarrist Jimmy Bower und Bassist Kevon Noonan standen mit dem Rücken zum Publikum und spielten irgendwie schräge Töne. Dann ging es los und Sänger Mike Williams riss immer am Mikroständer als wolle er was abreißen. Schon komisch. Den ein oder anderen Fans gefiel das wohl auch nicht denn die gingen raus zu rauchen oder beschäftigten sich mit ihrem Handy. Die Stimmung kam auch nicht so recht auf. Zwischen den Songs gab es artig Applaus aber das war es auch. Selbst so Songs wie „Sisterfucker (Part I)“ oder „Nobody Gold me“ brachten nicht so den gewünschten Effekt. So ging der Gig von EYEHATEGOD nach 50 Munuten zu Ende aber nicht ohne sich auch noch bei allen für diese Tour zu bedanken.

 

Setlist:

  1. Lack of Almost Everything
  2. Jack Ass in the Will of God
  3. Paris Motel Sickness
  4. Blank/Shoplift
  5. Nobody told me
  6. Agitation!Propaganda!
  7. Sisterfucker (Part I)
  8. Sisterfucker (Part II)
  9. Medicine Noose
  10. Master of Legalized Confusion
  11. New Orelans is the New Vietnam
  12. Methamphetamine
  13. Peace thru War (Thru Peace and War)

Nach der 4. Umbaupause war es dann soweit und NAPALM DEATH waren an der Reihe. Nur noch kurz aufräumen, einmal durchfegen dann ging es los. Mit Ihrer Mischung aus Crust Punk, Grindcore und Death Metal haben sich NAPALM DEATH in der Szene einen Namen geschaffen und wesentlich zum Extreme Metal beigetragen. Jetzt wurde es dunkel und das Intro „Discordance“ ertönte. Dann kamen die Jungs auf die Bühne und ab ging die wilde Fahrt. Mit „I Abstain“ eröffneten NAPALM DEATH ihren Gig und machten dabei auch keine Gefangenen. Die Fans feierten von der ersten Minute an und taten es Sänger Mark Greenway gleich, der wie ein wildes Huhn auf der Bühne hin und her rannte immer wieder wild den Kopf schüttelte und dabei kurz und knapp die Songs ins Mikro brüllte. NAPALM DEATH ist schon was spezielles und aus meiner Sicht her nur was für eingefleischte Fans. Mittlerweile war die Halle mit gut 600 Fans gut gefüllt.  „Scum“, „Human Garbage“ oder „You Suffer“ waren nur einige Songs der 20 Songs umfassenden Setliste. Auch NAPALM DEATH bedankten sich noch bei allen für diese grandiose Tour und wollten nur noch feiern, so das mit dem Song „White Cross“ nach 70 Minuten der Gig zu Ende war.

 

Da es der letzte Tag der Tour war ging das ganze Konzert ja schon um 17:30 Uhr los, was für die ersten Bands schade war denn viele Fans waren da noch nicht dabei. Für alle die die von Anfang an dabei waren war es ein Konzert mit mächtig Dampf und Druck auf‘m Kessel. Die werden jedenfalls beim nächsten Konzert wieder dabei sein werden.

Setlist:

  1. I Abstain
  2. Silence is Deafening
  3. The Wolf i Feed
  4. Can‘t Play, won‘t pay
  5. Social Sterility
  6. Scum
  7. Fatalist
  8. Logic Ravaged by Brute Force
  9. Suffer the Children
  10. If the Truth be Known
  11. Human Garbage
  12. When all is Said and Done
  13. Mass Appeal Madness
  14. Unchallenged Hate
  15. You Suffer
  16. Smash a Single Digital
  17. Cleanse Impure
  18. Dead
  19. Nazi Punks Fuck off
  20. White Cross