Budderside – Spiritual Violence

„Spiritual Violence“ ist der neue Longplayer von Budderside, einer Band, die 2016 mit einem selbstbetitelten Debüt Premiere hatte. Es dauerte eine Weile, bis die Jungs ihre zweite Platte veröffentlicht hatten, aber jetzt ist es in Sicht. „Spiritual Violence“ beendet die Wartezeit und was wir sofort sagen können, mit 39 Minuten ist es wieder keine episch lange Platte und als Laufzeit sind es auch zehn Songs, die einen gemeinsamen Nenner zwischen Debüt und zweitem Album darstellen.

Budderside stehen für eine moderne Interpretation von Hard Rock und manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Band eine moderne Version von z.B, Motley Crue zum Besten gaben. Dieser Vergleich sollte Ihre Gedanken jedoch nicht irreführen. Das Quartett kommt nicht mit der gleichen ungebundenen Wildheit und es geht auch weniger um Herz und Seele. „Spiritual Violence“ enthält einige gute Songs und was ein Plus ist, ist der starke und gut gemachte Sound mit Produzent Jay Baumgardner (Bush, Godsmack, Papa Roach) an der Spitze und Howie Weinberg (Nirvana, The Smashing Pumpkins, Garbage) das Mastering.

Was fehlt, ist der letzte Schlag der zehn Songs. Jeder von ihnen ist ein schön gemachter moderner Rock-Track. Auch hier verursachen die Songs keine Ohrenschmerzen. “ I’am a Man“ und die Single „Zen“ sind gut gemachte moderne Rocksongs, aber gleichzeitig auch vorhersehbar. Gleiches gilt für die gefühlvolle Halbballade „Things We Do“, die schön zu hören ist, aber auch ohne Kanten und Überraschungen.

Einer der besten Songs ist das Johnny Cash-Cover „Folsom Prison Blu“ (kein Tippfehler, es ist „Blu“ und nicht „Blues“). Es ist nicht einfach, einen Johnny Cash-Song zu covern, aber ich denke, dass das Quartett es sehr gut geschafft hat, den Song zu seinem eigenen zu machen, ohne sich zu weit von der Originalversion zu entfernen. Sie können fühlen, „dass der Zug am Ende des ersten Verses rollt“.

Darüber hinaus sollte erwähnt werden, dass mit Phil Campbell („Pardon Me“) und Carla Harvey („Amber Alert“) zwei Gäste dem Album ein Stück hinzugefügt haben, was eine schöne Sache ist, aber gleichzeitig den Gesamteindruck nicht erhöht.

„Spiritual Violence“ ist ein Album, das gut klingt, aber den Schmutz unter den Fingernägeln vermisst. Einige weitere Kanten und eine eigene Identität könnten dazu beitragen, Budderside von den Massen zu unterscheiden.

Wir geben 8 von 10 Punkten

Trackliste:

  1. Wide Awake
  2. Zen
  3. Amber Alert
  4. Pardon Me
  5. I’m a Man
  6. Folsom Prison Blu
  7. Things We Do
  8. Feels So Good
  9. Soul Searcher
  10. Day Go Bah