Blind Guardian – Live Beyond the Spheres

Fernab vom Hier und Jetzt

„Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle!“, konstatierte einst der weltberühmte Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein (1879 – 1955). Und Recht hat er, ist es doch stets das Mysteriöse, das Unergründliche, das Sagenumwobene, was uns verführt und unwiderruflich in seinen Bann zieht. Unumstritten: Es gibt nur wenige Klangkünstler auf diesem Planeten, die mit einem derartigen Talent gesegnet sind, sodass es ihnen scheinbar mühelos gelingt, fantastische Exkursionen in rätselhafte Anderswelten, mystisch-abstrakte Paralleldimensionen und epische Legenden aus längst vergangenen Zeiten zum Leben zu erwecken. Diese virtuosen Zauberkünstler, die es vollbringen, Zeit und Raum, das Hier und Jetzt völlig aus dem Fokus zu katapultieren, sind wahrlich schwer zu finden!

 

Absolute Perfektion

BLIND GUARDIAN aber sind eine jener außergewöhnlichen, einzigartigen und ganz besonderen Formationen, die seit ihrer Gründung im Jahre 1984 für absolute Perfektion, Kreativität und Leidenschaft stehen. Selten gibt es Bands, die imstande sind, einen so facettenreich-diffizilen Sound zu kreieren, der gleichermaßen von einer überwältigenden Liebe zum Detail, filigranen Finessen und fragilen Feinjustierungen als auch inhaltlicher Tiefe gezeichnet ist. Die höchst spannende Melange aus opulentem Bombast, progressiver Komplexität und symphonischer Schönheit gilt als Markenzeichen der metallischen Urgesteine. BLIND GUARDIAN haben ihren eigenen Stil schon vor langer Zeit gefunden, sich aber dennoch nie der Stagnation hingegeben, sondern erweisen sich immer offen und experimentierfreudig gegenüber innovativen Einflüssen. Das macht BLIND GUARDIAN zu einem Act, der seiner Zeit schon immer weit voraus war!

 

»Beyond The Red Mirror«

Zehn starke Studioalben kann die Krefelder Truppe in ihrer beeindruckenden Biographie bereits vorweisen; zehn starke Platten, die allesamt einzigartig, atemberaubend und besonders sind. Mit ihrem letzten Werk, das die Band »Beyond The Red Mirror« taufte, setzten BLIND GUARDIAN thematisch bei dem 1995er Meisterwerk »Imaginations From The Other Side« an. „Die beiden dort beschriebenen Welten haben sich seitdem dramatisch zum Schlechten gewandelt“, erläutert Mastermind Hansi Kürsch rückblickend, „doch während es früher etliche Tore zwischen den Welten gab, existiert nun nur noch eine einzige Pforte: der rote Spiegel. Dieser muss um jeden Preis gefunden werden.“ So ließ es sich die ambitionierte Combo nicht nehmen, mit jenem Silberling eine Zeitreise in die eigene musikalische Vergangenheit zu unternehmen, um Vergangenheit und Zukunft in imposanter Manier zu verbinden. Es entstand ein grandioses Mammutwerk (so arbeiteten die Virtuosen mit drei großen, internationalen Chören zusammen!), das die Urgewalt früherer Tage erneut entfachte. „Wir möchten mit unserer Musik überraschen und beeindrucken“, manifestiert Gitarrist André Olbrich. „Musik ist heutzutage oftmals so beliebig und vorhersehbar. Wir aber wollen uns und unsere Musik stetig weiter entwickeln.“

 

»Live Beyond The Spheres«

Jetzt kündigen die Progressive Power Metal-Pioniere ein weiteres prachtvolles Powerpaket an: Die Veröffentlichung einer neuen Dreifach-Live-CD, die den Titel »Live Beyond The Spheres« tragen wird. Ein echtes Herzprojekt, das Material aus vielen verschiedenen Shows der Europatour 2015 beinhalten wird – darunter geliebte Klassiker, aber auch brandheiße Nummern sowie nur selten gespielte Schätze. „Nachdem wir alle kritischen Klippen umschifft haben, bin ich hochzufrieden mit dem, was wir ausgesucht haben und mit der Art, wie wir das Album soundtechnisch in Szene gesetzt haben“, reflektiert Sänger Hansi Kürsch. „Obwohl wir »Live Beyond The Spheres« mit Songs aus mehr als zehn unterschiedlichen Shows zusammengestellt haben, klingt das Endresultat wie aus einem Guss. Das war ein langer Weg, aber die Arbeit hat sich hörbar gelohnt. Unsere Fans werden es lieben!“

 

Rohdiamanten

Alleine während der Europatournee 2015 haben BLIND GUARDIAN satte 30 Shows aufzeichnen lassen, die den hohen Ansprüchen der Band entsprachen. „Dazu kommt aber sicherlich noch mal die gleiche Anzahl an Konzerten, die wir im Anschluss an die Europatour bei anschließenden, weltweiten Aktivitäten aufgenommen haben“, gibt Hansi ferner zu bedenken. Bei einer durchschnittlichen Spiellänge von 2,5 Stunden kann man sich vorstellen, wie aufwendig sich alleine die Auswertung des Materials gestaltet hat, „das war kein leichtes Unterfangen, denn wir haben alleine von den Europatouraufnahmen ca. zehn Mitschnitte, die man so als hochwertige Bootlegs hätte veröffentlichen können. Bei diesen Aufnahmen stimmt eigentlich fast schon alles. Jene hohe Qualität war dann – nach einigem Hin und Her – für uns der ausschlaggebende Punkt, nur Stücke aus diesem ersten Europablock zu nehmen. Mal schauen, ob wir auf das Restmaterial irgendwann noch mal zurückgreifen werden. Da liegen in jedem Fall noch ein paar echte Rohdiamanten in unseren Live Archiven“, freut sich der Musiker.

 

Eine endlose Geschichte

Dennoch gibt sich der Vollprofi im gleichen Atemzug kritisch bis ins letzte Detail: „Insgesamt muss ich sagen, dass wir einen sehr guten Run hatten, bei dem wir aus meiner Sicht an fast jedem Abend in Spitzenform gewesen sind. Liegen die bei diesen Shows aufgenommenen Sachen dann allerdings auf dem Studioseziertisch, muss man häufig feststellen, dass an fast jedem dieser Abende der eine oder der andere einen schwachen Tag hatte. Da gaben wir uns mit schöner Regelmäßigkeit die Klinke in die Hand“, lacht Hansi sympathisch. „Am Ende des Tages, nachdem jeder die einzelnen Songs und Konzerte wieder und wieder überprüft hatte, sind bei 30 Konzerten vielleicht von jeder Nummer zwei, maximal drei Versionen übrig geblieben, die der gesamten Band albumwürdig erschienen. Aus den dann noch verbliebenen Versionen musste im Anschluss die eine herausgefiltert werden, die uns am eindrucksvollsten erschien. Eine schier endlose Geschichte.“

 

„Manchmal entsteht bei einer Show irgendwas – ich nenne es jetzt mal Magie…“

Dessen ungeachtet haben sich die Mühen mehr als gelohnt, schließlich besitzen die ausgewählten Nummern eine solche Kraft und Energie, „dass eventuelle kleine Fehler überhaupt keine Rolle bei der Bewertung gespielt haben“, offenbart der charismatische Vokalist. „Wenn man die Songs hört, wird man wissen, was ich meine.“ Und spätestens jetzt wird jeder dieses tiefgehende, intensive Verlangen spüren, endlich in die neuen Live-Werke hinabtauchen zu dürfen – denn wer BLIND GUARDIAN kennt, weiß ganz genau, dass diese es wie keine andere Formation verstehen, magische Momente auf den Brettern dieser Welt wahr werden zu lassen… Ein Zauber, der übrigens auch die Band selbst gefangen nehmen kann. „Manchmal entsteht bei einer Show irgendwas – ich nenne es jetzt mal Magie – was uns allen auf der Bühne eine Gänsehaut verpasst. Die Momente sind nicht vorhersehbar und auch nicht unbedingt an Songs gebunden“, sinniert Hansi und resümiert abschließend: „Wir sind zufrieden, wenn die Leute mitsingen, eine gute Zeit haben und glücklich nach Hause gehen.“ So bleibt nun nichts mehr hinzuzufügen, außer sich schon jetzt auf DAS monumentale Live-Erlebnis des Jahres zu freuen – oder um es in Hansis Worten kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: „Es klingt kolossal!“

Blind Guardian
Live Beyond The Spheres
Genre: Progressive Metal
Label: Nuclear Blast Records
VÖ-Termin: 07.07.2017
Tracklist:
01. The Ninth Wave 10:23
02. Banish From Sanctuary 6:09
03. Nightfall 6:33
04. Prophecies 5:40
05. Tanelorn 6:28
06. The Last Candle 8:11
07. And Then There Was Silence 15:48
08. The Lord Of The Rings 5:12
09. Fly 5:58
10. Bright Eyes 5:42
11. Lost In The Twilight Hall 6:55
12. Imaginations From The Other Side 7:43
13. Into The Storm 4:33
14. Twilight Of The Gods 5:57
15. A Past And Future Secret 4:26
16. And The Story Ends 7:11
17. Sacred Worlds 7:59
18. The Bard’s Song 4:36
19. Valhalla 8:35
20. Wheel Of Time 9:33
21. Majesty 8:39
22. Mirror Mirror 6:46