David Knowles – What Happens Next

Es wurde gesagt, dass die Schönheit der Blues- und Roots-Musik darin liegt, dass ihre Einfachheit in ihrer Komplexität liegt und vielleicht keine Worte wahrer klingen, wenn man über Davy Knowles‘ neueste Veröffentlichung spricht, ein 12-Track-Album mit dem Titel What Happens Next, das am 22. Oktober auf Provogue Records erscheint . Joe Satriani nannte Davy Knowles seinen liebsten modernen Bluesman. Peter Frampton bezeichnete ihn als den Revolverheld-Gitarristen des 21. Jahrhunderts.

Knowles trat im Late-Night- und Early-Morning-Fernsehen sowie mit Acts wie The Who, Jeff Beck, Sonny Landreth, Gov’t Mule und Joe Bonamassa auf. Im Moment ist er vielleicht das heißeste Ding in der Blues/Roots-Szene. Der auf der Isle of Man geborene Davy Knowles trat erstmals mit seiner Band Back Door Slam auf die Bühne und erhielt begeisterte Kritiken. Seitdem ist er solo unterwegs und hat zwei weitere Studioalben unabhängig voneinander veröffentlicht, 2014 The Outsider und 2016 Three Miles From Avalon, und war der erste Musiker in der Geschichte, der live von Mission Control in Houston, Texas, direkt zur Internationalen Raumstation spielte. What Happens Next, ein von Eric Corne (John Mayall, Joe Walsh, Joe Bonamassa) produziertes, fein gearbeitetes Werk, zeigt eine etwas andere Seite von Knowles, die jedoch nicht von seiner Persönlichkeit und seinem Stil abweicht.

Es ist eine perfekte Mischung aus Blues und geradlinigem Rock’n’Roll, voller bedeutungsvoller Texte. Diese Version hat für jeden etwas zu bieten. Knowles sagt: „Dieses Album hat mich über Zurückhaltung beim Gitarrenspiel gelehrt. Ich musste es beherrschen, um die Songs atmen zu lassen, aber ich freue mich darauf, sie neu zu interpretieren und zu dehnen, wenn wir live spielen.“ „Light of the Moon“ ist nicht nur als Opener für die Platte eine gute Wahl, sondern soll auch unterwegs den gleichen Zweck erfüllen. Angetrieben von einer knackigen Gitarre, einem wummernden Bass, einer unheimlichen Orgel und schweren Low-End-Drums, demonstriert Knowles‘ gefühlvoller Gesang seine Bandbreite. Mit mehreren strategisch platzierten „Hey, Heys“ ist dies ein definitiver Publikumsmagnet.

Mit psychedelischen Obertönen reitet „Heartbreak Or Nothing“ auf einer darunter liegenden Orgel direkt unter dem Mix und soliden Gitarrenklängen, die diesem Stück ein 80er-Jahre-Feeling verleihen. Wieder nur cleane und simple Riffs und Powerchords mit eingängiger Melodielinie. Gehen Sie voran, versuchen Sie es aus Ihrem Kopf zu bekommen.

Wenn Chris Stapletons „Tennessee Whiskey“ und irgendein Jack Johnson-Song ein Liebeskind hätte, könnte das Ergebnis so etwas wie „Roll Me“ sein, eine soulige Nummer mit einer ansprechenden Mischung aus poetischen Texten, klaren Blues-Licks und Dynamik, verpackt in einer inspirierenden Gesangspräsentation. Ein langsames, bluesiges, effektgetriebenes Stück, „Devil and the Deep Blue Sea“ wird sicherlich ein Fanliebling sein.

Es ist ein stimmungsvoller, schwerer Track mit Slide-Gitarrenpassagen und Piano-Fills. Mit Texten wie „Wie ein Gefangener auf der Flucht holt mich meine Vergangenheit ein und ich bin gezwungen, einen Handel zwischen dem Teufel und dem tiefblauen Meer zu machen“ vermissen“ Lied. Das Tempo nimmt mit „One & the Same“ zu, einer Rückkehr zum Gefühl früherer Melodien mit einer starken Bass- und Schlagzeugpräsenz, die zu einem Refrain anschwillt. Es ist ein sanfter Rocker mit Gefühl und Groove.

Das herausragende Album „Hell to Pay“ ist ein langsames Brennen mit leidenschaftlichem Gesang. Knowles singt „There’ll be hell to pay Darling, mit einem gebrochenen Herzen, das wie Feuer brennt.“ Direkt und auf den Punkt gebracht mit einer Kadenz, die das „R“ im Rhythm and Blues ausdrückt, ist Knowles‘ Gesang hier am Rande der Größe. „Hell To Pay‘ ist mein erster Versuch, einen Song in einem Genre zu schreiben, von dem ich schon immer ein Fan bin“, erklärt Knowles. „Ich bin ein großer Fan von Soulmusik und hörte ununterbrochen Sharon Jones & The Dap Kings, Fantastic Negrito sowie Soul/Funk-Sänger wie Sly Stone.“ „Wake Me Up When The Nightmare’s Over“ kehrt zu einem kantigen Gitarrensound zurück, der an Vintage Billy Squire erinnert und ist eine der vielen optimistischen Rock’n’Roll-Auswahlen auf diesem Album.

Die Fahrt endet passend genug mit einem akustischen Stück „If I Ever Meet My Maker“. Dieser Track zeigt Knowles‘ Singer-Songwriter-Talente und handelt vom Verlust eines geliebten Menschen und dem Wiedersehen, nachdem dieses Leben vorbei ist. Ein passender Abschluss dieser Reise ist ein Zug, der in den Bahnhof einfährt, und ein durchdachtes Cool-Down-Stück, das die Vielseitigkeit von Knowles als Künstler unterstreicht. What Happens Next ist ein gut geschriebenes, gut produziertes Werk. Mit inspirierendem Gesang und mitreißender Gitarrenarbeit ermöglicht das Album Davy Knowles, seinen Aufstieg als versierter und sich weiterentwickelnder Musiker zu festigen.

Davy Knowles – „Hell To Pay“ (Official Music Video) – YouTube

TRACK LIST

1. Light of the Moon
2. Heartbreak Or Nothing
3. Roll Me
4. Get Lucky
5. Devil and the Deep Blue Sea
6. One & the Same
7. Solid Ground
8. River
9. Side Show
10. Hell to Pay
11. Wake Me Up When The Nightmare Is Over
13. If I Ever Meet My Maker