Beth Hart – A Tribute to Led Zeppelin

Die Idee, dass Beth Hart ein Cover-Album veröffentlicht, das Led Zeppelin gewidmet ist, ist eine längst überfällige Übereinstimmung, die im Himmel gemacht wurde. Es ist keine leichte Aufgabe, einige der bekanntesten und beliebtesten Songs des Rock mit einer ikonischen Stimme zu übernehmen. Aber andererseits hat Beth Hart diese Stimme. Wenn irgendjemand Robert Plant gerecht werden wollte, würde Ms Hart ganz oben auf dieser Liste stehen.

A Tribute to Led Zeppelin ist genau das, was es verspricht. Sie können ihre Liebe und ihren Respekt für die Herren Plant, Page, Jones und Bonham spüren. Sie hat die Musik nicht neu interpretiert, um sie sich zu eigen zu machen, sondern sie nur subtil optimiert, um ihr ihren eigenen Dreh zu geben und zu ihrer Stimme zu passen, aber dennoch all diesen wunderbaren Songs treu zu bleiben. Zeppelin war vielleicht fest in ihrem Leben verwurzelt und sogar mit ihrem Leben verwoben zwischen der Veröffentlichung ihres Debütalbums auf Atlantic Records (dem gleichen Label, das Zeppelin ins Leben gerufen hatte) und dem Auftritt vor den überlebenden Mitgliedern, aber wenn sie dies früher in ihrer Karriere veröffentlicht hätte, dann hätte einfach nicht das gleiche Gewicht wie hier.

Es gibt eine Kühnheit und emotionale Reife in Harts Gesang, die mit jeder Veröffentlichung nur stärker geworden sind, und hier verstärkt er die Songs zu kräftigeren Nummern, bei denen es unmöglich wird, ein Highlight herauszupicken.

Der größte Teil der Tracklist mag selbst den lässigsten Led-Zeppelin-Hörern sehr vertraut sein, und einige wurden im Laufe der Jahre überspielt, aber jeder von ihnen ist ein großartiger Song. Zum Glück hat Hart „Rock and Roll“ vermieden, denn anscheinend deckt das heutzutage jede Band ab. Während das Album mit dem fuzz-durchtränkten „Whole Lotta Love“ zum Leben erwacht, brüllen die Vocals des zweiten Hart in den Fokus und werden alle Zweifler zum Schweigen bringen, die vielleicht neugierig zugehört haben.

„Kashmir“ und „Stairway to Heaven“ klingen weiterhin so grandios wie eh und je und letzteres mag zu einem Klischee geworden sein, aber am Ende des Tages ist es immer noch einer der großartigsten Songs, die Menschen geschaffen haben, und wenn ihre Band einsetzt für dieses Solo ist es genauso Gänsehaut wie das Original. Während Hart das bombastischere Ende ihrer Bandbreite erschließt und ohne zu versuchen, Plant nachzuahmen, bringt sie eine Sandpapier-artige Rauheit mit, wenn sie diese Eröffnungsnummern angreift. „The Crunge“ mit seiner rasanten Darbietung und dem lebhaften „Dancing Days“ ermöglicht es ihr, ein weicheres, traditionelleres Niveau zu erreichen, das Sie von ihrem Originalmaterial erwarten würden.

An anderer Stelle klingt „No Quarter“ so ätherisch wie das Original und es gibt einen ähnlichen eindringlichen Eindruck wie „The Rain Song“, wo sie das sanftere Ende ihrer Bandbreite anzapft, während die Orchesterarrangements, die das Album durchdrungen haben, im Mittelpunkt der letzten Verbeugung stehen . In „Babe I’m Gonna Leave You“ schafft es Hart jedoch wieder einmal, sich selbst zu übertreffen und einige der besten Gesangsarbeiten ihrer Karriere zu liefern. Wenn Angst und Frustration zu einer Einheit verschmelzen, sind die Schreie atemberaubend atemberaubend und haarsträubend zugleich. Während des gesamten Albums ständig den Einsatz zu erhöhen, hätte dies so gut als Crescendo des Albums funktionieren können, aber ebenso ist es ein erleichternder Gedanke zu wissen, dass es mehr von dem Album gibt, dem man sich hingeben kann.

Wie ihre Originalalben ist Hart von erfahrenen Musikern umgeben, die das Material in- und auswendig kennen und zusammenspielen, wobei die orchestrale Interpunktion unglaublich vertrauten Songs mehr Tiefe verleiht. Das Abprallen auf eine warme, makellose Produktion verleiht den Songs noch mehr Glaubwürdigkeit, um ihnen die Anmut eines Old-School-Feelings zu verleihen, aber immer noch modern. „A Tribute to Led Zeppelin“ hat einige von Harts bisher besten Auftritten, und obwohl einige ein Coveralbum abtun mögen, ist es dennoch ein lohnenswertes Hören.

Die Tracklist geht kein allzu großes Risiko ein, um einen Gelegenheitshörer nicht zu verschrecken (falls es eine zweite Auflage geben sollte, da fängt man an, ein bisschen mehr in die Tiefe zu gehen), und musikalisch entfernt sie sich nicht allzu weit von der Quellenmaterial. Aber das war nie die Absicht bei einem Album wie diesem. Stattdessen ist Beth Hart genau wie so viele von uns – sie betet am Altar einer mythologischen Band.

Tracklist:

  • 01] Whole Lotta Love
  • 02] Kashmir
  • 03] Stairway To Heaven
  • 04] The Crunge
  • 05] Dancing- Levee
  • 06] Black Dog
  • 07] No Quarter Babe
  • 08] Good Times Bad Times
  • 09] The Rain Song

Besetzung: