Joe Bonamassa – Time Clocks

Blues/Rock-Legende Joe Bonamassa ist weltweit als einer der größten Gitarristen und auch als einer der produktivsten bekannt. Immer wieder bringt er großartige Alben heraus, nicht nur wegen seiner Zauberkunst an der Gitarre und seines gefühlvollen, oft markanten Gesangs und Songwritings, sondern weil er sich und seine Fans bei jedem neuen Vorhaben herausfordert. Das neue Studioalbum von Joe Bonamassa, Time Clocks, ist nicht anders, ein spannendes, umfangreiches und stimmungsvolles Album, das am 29. Oktober über Provogue veröffentlicht wird.

Produziert von Kevin Shirley und gemischt vom legendären Bob Clearmountain (Bruce Springsteen, The Rolling Stones), riecht das Album nach Besinnung, Angst und Einsicht. Angereichert mit großem Sound, Effekten und filmischen Nuancen spiegelt Time Clocks Bonamassas unbestreitbare Brillanz und handwerkliche Meisterschaft wider. Mit hochkarätigen Musikern umfasst die Band Steve Mackey (Bass), Lachy Doley (Klavier), Bunna Lawrie (Didgeridoo), Bobby Summerfield (Percussion), Anton Fig (Schlagzeug und Percussion) sowie die Backgroundsänger Mahalia Barnes, Juanita Tippins , und Prinnie Stevenson, geht Bonamassa mit Time Clocks neue Wege, indem sie Genres und unterschiedliche musikalische Klangfarben und Texturen miteinander verbindet. Es ist eine kühne und bemerkenswerte Ergänzung seines Katalogs von 40 Alben und 30 Jahren als professioneller Musiker.

Nach Bonamassas Royal Tea (2020) beginnt Time Clocks mit „Pilgrimage“, einem 54 Sekunden langen Theaterintro, einem Ausschnitt einer Filmmusik, einer Vorschau auf das, was noch kommen wird. „Notches“, das zusammen mit Charlie Starr von Blackberry Smoke geschrieben wurde, ist ein rockiges Biest und blendet auf allen Ebenen. Bonamassa singt davon, dass er die Welt bereist hat, seine Gitarrenlicks sind sparsam gegen die pulsierende Rhythmusgruppe, um sich dann wieder auf Didgeridoo und dissonante Akkorde zurückzuziehen.

Mit Zeilen wie „Versuchen Sie, einen vorbei zu bekommen, ich habe Neuigkeiten für Sie, wenn Sie den Bären stoßen, werden Sie zwangsläufig verlieren“, fragt man sich, was der Mann hinter dem Anzug durchgemacht hat. Das bluesige „The Heart That Never Waits“ ist ein todsicherer Gewinner, das von James House mitgeschrieben wurde. Killer Piano spielt die Folie für Joes charakteristische sehnige Gitarrenriffs, die Rhythmusgruppe glorreich. Egal, ob Sie sich ein Bonamassa-Album anhören oder ihn live sehen, die Musiker, mit denen er sich umgibt, sind umwerfend gut. Ein herzzerreißendes Lied über eine zerbrochene Beziehung, der Groove wird dich bewegen. Joe ist in jeder Note präsent, sein gefühlvoller Gesang besser denn je. Wie zu erwarten, ist sein Gitarrensolo einfallsreich und geradezu außergewöhnlich.

Streicher spielen bei „Questions and Answers“, einem dramatischen Rocksong über Verrat und Bitterkeit. Joe ist scharf und direkt in seinen Anschuldigungen gegenüber einer Frau, die in Betrug verwickelt ist. Seine Gitarrenriffs sind fesselnd, intensiv, angeheizt von Wut und Verletzung. Sie können sich nicht abwenden. Er singt: „Hat es dir gefallen, seine Frau zu sein, seine Frau an der Seite, Wenn das der Fall ist, Baby, entschuldige meinen törichten Stolz.“

Dieser Track könnte der originellste auf dem Album sein, wobei sich die Brücke in Tango, Geigen und synkopierte Rhythmen mündet. So etwas haben Sie von Joe Bonamassa noch nicht gehört. Time Clocks bewegt sich in Melancholie, vielleicht in Verzweiflung, mit Songs wie „Mind’s Eye“, das zusammen mit Bernie Marsden geschrieben wurde. Es ist eine melodische Rockballade über die Notwendigkeit, die Spirale zu verlangsamen, über die Bedeutung, sich auf beide Seiten einer Geschichte einzulassen. Ein markanter Marsch „Curtain Call“ mit Akustikgitarre, Streichern und einem stampfenden feurigen Streak singt Joe „This is the march of abroken soul“.

1Die Effekte kombiniert mit dem Schlag von Trommeln sind erschreckend. „Hanging On A Loser“, das zusammen mit Tom Hambridge geschrieben wurde, ist ein lebendiges, bluesiges Stück mit herrlichem Piano, Slide-Gitarre und einem sumpfigen Honkytonk-Feeling. Mit großartigem Groove und Gospel-Backing-Sängern kann man hören, dass Joe und die Band viel Spaß haben. Time Clocks von Joe Bonamassa handelt von den Songs, hochwertigen Tracks, die fast jede musikalische Palette befriedigen. Die Platte ist in gewisser Weise auch eine Filmmusik, wobei jede Spur Teile einer Gesamtgeschichte simuliert. Manche öffnen dem Mann hinter dem Anzug ein Fenster.

Trackliste:

01.Pilgrimage
02.Notches
03.The Heart That Never Waits
04.Time Clocks
05.Questions And Answers
06.Mind’s Eye
07.Curtain Call
08.The Loyal Kind
09.Hanging On A Loser
10.Known Unknown

Joe Bonamassa – „The Heart That Never Waits“ – Official Music Video – YouTube