Quinn Sullivan – Salvation

Bereits im Alter von 8 Jahren begegnete Quinn Sullivan der Blues-Legende Buddy Guy. Dieses Treffen veranlasste den heute 24-jährigen sich als Gitarrist weiterzuentwickeln und so entwickelte er sich in jungen Jahren bereits zum umtriebigen Blues-Phänomen.

Als es an der Zeit war, sein fünftes Album „Salvation“ zu schreiben und aufzunehmen, verarbeitete er gerade den plötzlichen Tod seiner Mutter. Das daraus resultierende 11-Track-Album ist sein persönlichstes. Salvation würdigt Quinns musikalische Wurzeln und ebnet gleichzeitig seinen Weg als emotionaler und engagierter Singer-Songwriter.

„Meine Mutter hat mich bei dieser Platte begleitet“, sagt der in New Bedford, Massachusetts, lebende Künstler. „Ich bin kein religiöser Mensch, aber Erlösung (Salvation) bedeutet für mich, sich selbst vor einer traumatischen Erfahrung zu bewahren. Das ist es, was dieses Album für mich getan hat.“

Quinn trat an prestigeträchtigen Veranstaltungsorten wie dem Madison Square Garden in New York und dem Hollywood Bowl in Los Angeles auf. Im US-Amerikanischen Fernsehen war er in Sendungen wie CBS Sunday Morning, Late Night, Ellen, und Oprah zu sehen. Er stand auf Augenhöhe mit Gitarrengrößen wie Buddy Guy, Carlos Santana und BB King, letzt genannter erlaubte ihm sogar das Spielen auf seiner geliebten „Lucille“-Gitarre.

Was Quinn Durchhaltevermögen verliehen hat, ist seine Entwicklung als Songwriter. Im Laufe der Jahre hat er sein außergewöhnliches Gitarrentalent in das Schaffen von Hooklines integriert, ganz im Sinne von Künstlern wie Marcus King, Gary Clark Jr., der Tedeschi Trucks Band und John Mayer. Quinns jüngste Zusammenarbeit mit Trouble No More – dem neuen Ensemble, das von den Allman Brothers genehmigt wurde, um ihr Live-Auftrittsvermächtnis fortzuführen – hat ebenfalls zur Tiefe und Reife seines neuesten Werks beigetragen.

Quinn wuchs in einem musikalischen Haushalt auf. Sein Vater war über 30 Jahre lang Schlagzeuger einer Grateful-Dead-Coverband. Das Haus wurde von klassischen Rock- und Singer-Songwriter-Künstlern der 1960er und 1970er Jahre wie Neil Young, Bruce Springsteen, Carly Simon, James Taylor und Carol King vertont. Im Alter von drei Jahren kauften Quinns Eltern ihm seine erste Gitarre und er bewies, dass er ein Naturtalent auf dem Instrument war. Vier Jahre später gab er sein Fernsehdebüt mit dem Beatles Cover „Twist and Shout“ in der Ellen DeGeneres Show.

Von da an entdeckte er den Blues und saugte die Musik von Muddy Waters und Howlin’ Wolf auf. Als er neun Jahre alt war, tauschte Quinn Licks mit Buddy Guy und verbrachte die nächsten zehn Jahre mit der Blueslegende auf Tournee. „Jetzt geht es darum, diese Musik zu meiner eigenen zu machen“, sagt Quinn. „Man muss seiner Leidenschaft und seiner Stimme folgen.“ Ich werde nie aus den Augen verlieren, woher ich komme, aber ich bin gewachsen. Mit diesem Album übernehme ich die Zügel und mache mein eigenes Ding.“

„Salvation“ bricht mit einem kräftigen Groove im Jimi-Hendrix-Stil im Titeltrack los. Hier verschmilzt Quinn nahtlos seine Blues-Rock-Wurzeln und zeigt dabei mitreißende Songwriting-Fähigkeiten. Der Song vereint gekonnt die wirbelnden Klänge einer B3-Orgel, die ausdrucksstarken Schreie eines Wah-Wah-Pedals und flottes Blues-Solo, ohne seinen Sinn für modernen Rock zu überfordern. Das leidenschaftliche „Salvation (Make Me Wanna Pray)“ liefert eine clevere Wendung auf der Reise des persönlichen Erwachens vor dem Hintergrund romantischer Verliebtheit.

Die obsessive Liebe schwelt weiter auf „Dark Love“, einem bluesigen Indie-Rock, der an die Black Keys erinnert. Quinn lässt seinen honigsüßen Falsettgesang herrlich über den eleganten Funk-Track „Once Upon A Lie“ tropfen und fügt im Solo mühelos ein paar luftige George-Benson-Jazz-Chops hinzu.

Der Groove hört bei „Nothin‘ Gonna Change My Mind“ nicht auf. Dieser unwiderstehliche Jam besticht durch kraftvolle „Tower of Power“-Bläser, straffe Cory Wong-artige Rhythmusgitarrenarbeit, Wah-Wah-durchtränkte Passagen und Quinns agilen Gesang. In „Eyes On Me (On & On)“, einer Blue-Eye-Soul-Ballade in der Tradition von Hall & Oates, voller gurrender Background-Vocals und wunderbaren Sitar-Gitarren-Melodien thematisiert er den Tod seiner Mutter mit kühner Verletzlichkeit. Das Album endet meisterhaft mit der Beatles-artigen Ballade „Half My Heart“.

„Salvation“ wurde von John Fields (Jonas Brothers, Pink, Har Mar Superstar) produziert und gemeinsam mit Fields und Kevin Bowe (Jonny Lang, Kenny Wayne Shepherd, Etta James) in Minneapolis geschrieben.

Salvation ist ein künstlerischer Meilenstein, der Teil einer größeren Reise in Richtung künstlerischer Autonomie und Rückgewinnung war. „Diese Platte hat mich gelehrt, keine Angst davor zu haben, so zu sein, wie ich bin“, sagt Quinn. „Die Stärke meiner Mutter durchdrang mich und gab mir das Selbstvertrauen, mich hinzusetzen und die beste Platte aufzunehmen, die ich machen konnte.“

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Author: Thomas Fiedler

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