
Am 17. März 2025 war die Batschkapp in Frankfurt Gastgeber für das Konzert von Dirkschneider, auch bekannt als U.D.O. oder einfach Udo Dirkschneider. Mit seiner Balls to the Wall Tour feierte Dirkschneider sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. Neben diesem besonderen Auftritt freute ich mich besonders darauf, seinen Gitarristen Fabian Dee Dammers wieder auf der Bühne zu sehen. Dammers war bereits bei früheren deutschen Rock of Ages-Konzerten Teil der Band. Mit Antonio Calanna, dem Sänger der Vorgruppe All for Metal, war sogar noch ein weiterer Künstler mit musikalischer Vergangenheit bei diesem Konzert dabei. Die weitere Vorgruppe des Abends war Crownshift.
Dirkschneider wurde an diesem Abend von Crownshift unterstützt. Die finnische Power-Metal-Band wurde 2022 in Helsinki gegründet und veröffentlichte 2024 ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Die Bandmitglieder sind Sänger Tommy Tuovinen (Gesang), Daniel Freyberg (Gitarre), Jukka Koskinen (Bass) und Heikki Saari (Schlagzeug).
Als weiterer Support-Act des Abends trat die deutsch-italienische Heavy-Metal-Band All for Metal auf. Obwohl die Band erst 2022 gegründet wurde, erfreut sie sich bereits einer beachtlichen Fangemeinde. Neben Calanna gehören Tim Tetzel Schmidt (Gesang), Ursula Zanichelli, Jasmin Pabst (Gitarre), Florian Toma (Bass) und Leif Jensen (Schlagzeug) zur Band. Die Band hat bereits zwei Alben veröffentlicht: Legends (2023) und Gods of Metal (Year of the Dragon) (2024).
All For Metal waren für 19:30 Uhr angekündigt – und obwohl Einlass in die Batschkapp erst gegen 19:05 Uhr war, starteten sie etwas früher mit ihrem Set. Mit Songs wie All for Metal, Born in Valhalla oder Raise Your Hammer konzentrierte sich die Band zunächst auf ihr 2023 erschienenes Album Legends. Das Frankfurter Publikum genoss ihren energiegeladenen und sehr verspielten Auftritt und feierte mit der deutsch-italienischen Band. Nach einem Solo von Bassist Florian Toma präsentierten sie aber auch Gods of Metal von ihrem aktuellen Album. Für Goddess of War ging Toma ins Publikum. Das Set dauerte rund 35 Minuten und war sehr mitreißend und unterhaltsam.
Die Batschkapp hatte auf ihren Social-Media-Kanälen angekündigt, dass Crownshift um 20:25 Uhr auf der Bühne stehen würde; die Security rechnete sogar mit fünf Minuten später. Umso überraschender war es, als Schlagzeuger Heikki Saari bereits um 20:18 Uhr als Erster die Bühne betrat. Der Fokus ihrer rund 40-minütigen Schicht lag natürlich auf ihrem 2024er Crownshift-Album, inklusive der Opener „If You Dare“, „The Devil’s Drug“ und „Rule the Show“. Ihr Set hatte einen nordischen Touch: großartige instrumentale Arbeit, aber mit weniger (italienischem) Temperament als ihre Vorgänger auf der Bühne. Daher dauerte es etwas länger, bis sie das Publikum begeisterten. Doch mit den späteren Songs wie Stellar Halo oder A World Beyond Reach gewann das Publikum die Finnen immer mehr an Sympathie. Schließlich war es eines von zwei Coversongs, die die Frankfurter zum Mitsingen animierten. Ihr Abschlusssong war ihre Version von Alannah Myles‘ Black Velvet – was die Publikumsreaktionen deutlich steigerte.
Während die Vorgruppen eher früh dran waren, starteten Dirkschneider ihren Auftritt etwas später als angekündigt, nämlich um 21:25 Uhr. Die Halle war brechend voll, und das Publikum feierte vom ersten Moment an mit der Metal-Legende. Die Show begann mit dem Song „Fast as a Shark“ aus dem Jahr 1982. Udo Dirkschneider und seine Band spielten von Beginn an ein energiegeladenes Set – und Frankfurt dankte es ihnen für ihren enthusiastischen Auftritt. Viele Songs wurden zum Headbangen und Mitsingen genutzt. Ein Höhepunkt war der sechste Song „Metal Heart“, bei dem die Fans besonders beim Zitat „Für Elise“ begeistert waren. Beethoven lebt noch, wenn U.D.O. auf der Bühne steht – und der Künstler selbst fühlte sich mit seinen weißen Handschuhen jünger denn je. Der erste Teil des Konzerts endete nach rund 45 Minuten emotional mit „Breaking Up Again“. Zum Abschluss wollten die Fans unbedingt das legendäre „Balls To The Wall“ abfeiern – und genau das bekamen sie im zweiten Teil des Konzerts. Das Album wurde in exakt der Reihenfolge der Veröffentlichung gespielt, sodass es für das Publikum keine Überraschungen gab. Schon die Live-Version des eröffnenden Titeltracks verriet Frankfurt jedoch, dass Udo Dirkschneiders Hommage an Accept etwas länger dauern würde. „Balls To The Wall“ dauerte rund zehn Minuten, wobei schwarze Ballons über dem Publikum wehten. Obwohl sich die Band nicht für alle Songs so viel Zeit ließ, zog sich das Set schon ziemlich in die Länge, als dieser Teil der Show – man ahnt es schon – mit „Winterdreams“ endete. Zusammen mit den Zugaben „Princess of the Dawn“, „Up to the Limit“ und „Burning“ boten sich Frankfurt zwei tolle Stunden voller Power, erschöpften Zuhörern und nostalgischem Feeling.
Bilder von Dirkschneider gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/dirkschneider-17-03-2025-frankfurt-batschkapp/
Bilder von Crownshift gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/crownshift-17-03-2025-frankfurt-batschkapp/