Thunder Mother live in der Essigfabrik in Köln

Die Hyäne ist jedenfalls an einem alten Tatort zurück. Die Essigfabrik in Köln.
Nach einem erfreulich unkomplizierten Einlass erstmal wieder die Bühne suchen. Gar nicht einfach, wenn die anderen Leute alle zur Garderobe laufen statt gleich einen Platz möglichst weit an der Bühne zu ergattern.

Egal. Für meine nervigen Befindlichkeiten wird es eh wieder zu voll. Schön für die Bands. Und die Leute weichen eh immer zurück, wenn sie mich sehen. Yay.
Um 19:30 geht dann das Licht aus, der Ton an und der Trupp Fotografen vor die Bühne. Die erste Band kommt. VULVARINE, eine Band aus dem schönen Wien, rockt gewaltig los und zeigt von Anfang an, wieso sie jetzt bereits mit THUNDERMOTHER auf Tour sind, haben sie sich ja erst 2019 gegründet. Selbstbewusst, laut und mit einem Sound, den man direkt wiedererkennen kann, ziehen sie die Leute vor die Bühne. Da tut auch das Cover von MODERN TALKING keinen Abbruch.

Nach einer viel zu kurzen halben Stunde folgt ein kurzer Umbau. Dies ist das zweite Konzert der Tour, trotzdem geht alles ziemlich reibungslos. Wer Angst vor Amphibien hat, stuzt, wird dann aber eines besseren belehrt. COBRA SPELL speien – kein Gift, aber eine spritzige Mischung aus Rock und geballter Weiblichkeit von der Bühne. Also… alles jugendfrei. Es haben tatsächlich einige Leute ihre teilweise wirklich noch jungen Kinder mitgebracht. Kann man machen. Wirklich laut ist es am heutigen Abend nicht. Dafür aber schön schrill. Wie die erste Band bereits auch machen die Musikerinnen während dem Set reichlich Bühnenkilometer und nutzen die Fläche voll aus. Das muss man dieser Band wirklich hoch anrechnen, wo einige ihrer männlichen Kollegen durchaus überschaubare Kreise auf der Bühne ziehen, preschen die Damen ständig hin und her. Und bieten daneben ernstzunehmende Soli, Gesangseinlagen und überhaupt… krass!

Aber dann – die, auf die alle gewartet haben. Die nächste Runde Bier in der Pause. Ok, nein. Tut mir leid. Wobei, THUNDERMOTHER bringen sich ihr Bier mit auf die Bühne! Puh, das war knapp.

 

Die „neue“ Truppe um Filippa Nässil hat das Publikum sofort im Griff und legt ein schnörkelloses, direktes Set vor. Dabei stehen die Songs vom gerade erschienenen neuen Album „Dirty & Divine“ klar im Fokus, getragen von älterem Material. Dem Publikum geht das gut rein, die Hyäne muss irgendwann raus. Die Luft zeigt: hier wird gearbeitet.

Am Ende des Konzerts zeigt ein Mädchen im Publikum ihrem Vater den Daumen hoch. Gibt es ein besseres Kompliment?

Also, wenn man will, kann man immer irgendwas Besonderes finden. Dieser Abend war es bestimmt. Die Kombi an Bands, das chillige Publikum. Und man muss ja kein Kölsch trinken. THUNDERMOTHER haben sich zu einer wirklich gefragten Band entwickelt und liefern live auch ziemlich ab.

Bilder von Thunder Mother gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/cobra-spell-02-02-2025-koeln-essigfabrik/

Bilder von Cobra Spell gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/cobra-spell-02-02-2025-koeln-essigfabrik/

Bilder von Vulvarine gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/vulvarine-02-02-2025-koeln-essigfabrik/