Das Rad dreht sich durch die Zeit: Brisinga veröffentlichen neue Single zum gleichnamigen Album “Rad”

Die Pagan-Folk-Band Brisinga präsentiert mit „Rad“ die dritte Single ihres gleichnamigen neuen Albums – ein atmosphärischer Track, der Geschichte, Mythos und Gegenwart auf eindringliche Weise verbindet.

Inspiriert von der tragischen Geschichte von Abelke Bleken, einer Frau, die im 16. Jahrhundert der Hexerei beschuldigt und hingerichtet wurde, thematisiert der Song die tief verwurzelten Strukturen von Macht und Unterdrückung. Bleken steht stellvertretend für die vielen Frauen, die über Jahrhunderte hinweg Opfer patriarchaler und wirtschaftlicher Zwänge wurden.

Das Rad dient als zentrales Symbol der Komposition – es steht für Zyklen, Wiederkehr und Rhythmus: von den Jahreszeiten über den weiblichen Körper bis hin zu den Mustern, die menschliche Gesellschaften bis heute prägen. „Rad“ zeigt, wie das Zusammenspiel von Kapitalismus und patriarchaler Herrschaft nicht nur soziale Strukturen, sondern auch Klima und Umwelt beeinflusst.

Wenn das Rad stillsteht, spiegelt sich darin der Verlust natürlicher Rhythmen und die Störung der harmonischen Zyklen unserer Welt.

Musikalisch verbindet Brisinga in „Rad“ archaische Klänge, seltene Instrumente und Gesangstraditionen aus Nord- und Mitteleuropa mit modernen Einflüssen wie Minimal Music und Pop. Die Single ist zugleich ein Vorgeschmack auf das neue Album „Rad“, auf dem die Band ihre Mischung aus mythologischen Themen, emotionalen Archetypen und atmosphärischem Folk weiter vertieft. Ein Stück, das gleichermaßen nachdenklich macht und emotional berührt – und Lust auf mehr aus dem kommenden Album weckt.

Im Jahr 2014 gründeten die beiden Musikerinnen Fabi und Fanny die Band Brisingaund veröffentlichten 2017 ihr erstes Album „Visar Nornir“. Seitdem arbeitet Brisingaregelmäßig mit Gastmusikerinnen zusammen und erweitert so kontinuierlich ihr Klangspektrum.

Die Musik von Brisinga ist inspiriert von kulturellen Einflüssen aus Nord- und Mitteleuropa, die sich in Stil, Sprache und Instrumentierung ihrer Stücke widerspiegeln. Auf dem ersten Album „Visar Nornir“ manifestiert sich das Interesse der Band an Themen der nordeuropäischen Mythologie und Kultur, die oft direkt in den jeweiligen Landessprachen artikuliert werden. Neben englischen Texten enthält das Album auch Lieder auf Dänisch, Finnisch und Isländisch.

Der respektvolle und wertschätzende Umgang mit den zugrunde liegenden Materialien, ohne Verherrlichung oder kulturelle Aneignung, machte Brisinga zu gern gesehenen Gästen in heiligen Stätten, Kirchen und archäologischen Freilichtmuseen (z. B. in Oerlinghausen). Seit 2017 ist die Band außerdem regelmäßig auf dem größten niederländischen Folk-Festival „Castlefest“ vertreten.

Mit dem 2023 veröffentlichten Album „Mondcvlt“ schlug Brisinga neue stilistische Wege ein, die sich durch experimentelle Klänge, atmosphärische Arrangements und archaische Gesangstraditionen auszeichnen. In den vergangenen Jahren spielte die Band Konzerte in verschiedenen europäischen Ländern, unter anderem beim Lost Age Festival in Plovdiv, Bulgarien, und beim Fantasy Fest in den Niederlanden, sowie auf Festivals wie Feuertanz, Bassum Open Air und Sternenklang. Dabei teilte sie die Bühne mit Bands wie Corvus Corax, Eihwar und Cesair und trat auch in Freilichtmuseen und Planetarien auf.

Mit dem kommenden Album „Rad“, das im März 2026 erscheint, spannt Brisingaeinen kraftvollen Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Mythos und Moderne. Das Album kreist um Zyklen, den Lauf der Jahreszeiten sowie den Rhythmus von Körper und Natur. „Rad“ erzählt von starken Frauenfiguren, vom uralten Misstrauen gegenüber weiblicher Macht und von der Kraft, die entsteht, wenn Frauen sich gegenseitig tragen. Es ist eine Feier der Weiblichkeit: roh, sinnlich und selbstbewusst.

Als Band, die sich seit jeher für die LGBTQIA+-Community einsetzt, steht dieses Album für Toleranz und Vielfalt. Gleichzeitig kanalisiert „Rad“ die Wut gegen Ungerechtigkeit und betont, wie wichtig es ist, sich gegen Ungleichheit und Unterdrückung zu wehren.

Mit dieser Veröffentlichung möchte Brisinga eine klare Botschaft senden: Jede:r verdient Respekt und die Freiheit, sein authentisches Selbst zu sein.

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