
Am 1. Februar verwandelte sich die Rudolf Weber Arena in Oberhausen in einen Tempel für Freunde des guten Musikgeschmacks. Aus nahezu allen Ecken Deutschlands und auch von außerhalb der Republik reisten die Fans an, um diesen besonderen Ereignis beizuwohnen: dem Escalation Fest 2025, ausgerichtet von niemandem geringerem als Electric Callboy.
Aber nicht nur die Jungs aus Castrop-Rauxel sollten an diesem Tag die Bühne in Schutt und Asche legen, mit am Start waren zudem As Everything Unfolds, Callejon, H-BLOCKX, Bad Loverz und LANDMVARKS, sowie Mambo Kurt, der in den Umbaupausen auf der Bühne im Außenbereich für die richtige Stimmung sorgte. Moderiert wurde der Tag von Sebastian Pufpaff, bekannt aus der TV-Show TV-total. Die Tore der Rudolf Weber Arena öffneten sich pünktlich um 15 Uhr und ein schneller und unkomplizierter Einlass sorgte dafür, dass sich die ausverkaufte Location schnell füllte. Neben verschiedenen Fotostationen, bei denen man in eine Rolle aus den verschiedenen Electric Callboy Videos schlüpfen konnte, luden Getränke- sowie Speisestände vor der Arena noch zum Verweilen ein. Shoppinghungrige hatten die Möglichkeit sich an den verschiedenen Merch-Ständen mit neuen Accessoires ihrer Lieblingsband einzudecken.
Um 16 Uhr war es dann Zeit für die erste Band des Tages. As Everything Unfolds betraten die Bühne, bereit das Publikum auf den restlichen Tag einzustimmen. Sängerin Charlie Rolfe beeindruckte mit ihrer unglaublichen Stimme das Publikum und sorgte dafür, dass die Besucher sich mehr und mehr vor der Bühne tummelten.
„The Comeback you´ve waited since 1985“
Nach kurzer Umbaupause wurde es Zeit für Glamrock. Die Bad Loverz machten um die Mitglieder der Band in den letzten Wochen und Monaten ein großes Geheimnis, zumal diese mit den Worten „The comeback you´ve waited since 1985“ auf ihren Social-Media-Kanälen warben. Informationen fand man bei der Recherche nichts, allerdings munkelte man bereits mit Bandnamen wie Saltatio Mortis. Und tatsächlich bestätigte sich das Gerücht an diesem Tag als die Bad Loverz mit Saltatio Mortis den Coversong „The Look“ veröffentlichten. Mit diesem Song starteten Saltatio Mortis in Gestalt der Bad Loverz auf der Bühne des Escalation Fest. Mit gewagten Kostümen, Tänzerinnen, Pyrotechnik und jeder Menge Coversongs begeisterten die Bad Loverz das Publikum und sangen „ihre“ Songs stimmgewaltig gemeinsam mit dem Publikum, sodass lautstark eine Zugabe nach dem Auftritt gefordert wurde. Vermutlich werden wir spätestens bei der Tour von Saltatio Mortis im Herbst dieses Jahres noch öfter von den BadLoverz hören.
Ohne Umschweife ging es im Programm direkt mit Callejon weiter. Die Metalcore Band aus Düsseldorf ging direkt in die Vollen und forderte das Publikum nicht nur zur ersten Wall of Death des Tages auf, sondern entfesselte auch die Emotionen der Besucher, die nötig waren um sich zum Crowdsurfen zu begeben. Ab jetzt wurde es nicht nur sportlich im Publikum, sondern man konnte sich gewiss sein, dass es eine Achterbahnfahrt der Emotionen werden würde. Zudem rief die Band aktiv dazu auf, wählen zu gehen, wie wichtig es ist, an einer Wahl teilzunehmen und zeigte mit dem Coversong „Schrei nach Liebe“ den rechtspolitischen Parteien unter begeistertem Beifall den verbalen Mittelfinger. „Kind im Nebel“ verwandelte die Rudolf Weber Arena in ein Handylichtermeer und sorgte für pure Gänsehautmomente.
Marseille und der Elevator Operator
H-BLOCKX sorgten an diesem Tag nochmal für Abwechselung im Programm. Bereits etwas älter durfte sich der ein oder andere Besucher des Events nochmal in seine Jugend zurückgesetzt fühlen. Die 1990 in Münster gegründete Band gilt als prägend für den deutschsprachigen Crossover und gab an diesem Abend schon mal einen Vorgeschmack, was die Besucher auf ihrer Tour im Herbst 2025 erwarten dürfen. Wo das jüngere Publikum eine Verschnaufpause im Außenbereich vor der Bühne bei Mambo Kurteinlegten, war das ältere Publikum, sowie die Kenner der H-BLOCKX absolut begeistert vom Auftritt der Münsteraner
Als sich um 20.10 Uhr die Bühne verdunkelte, war die Halle bereits mehr als nur gut gefüllt. Aus Marseille sind für diesen Auftritt LANDMVRKS angereist und gaben ab der ersten Sekunde Vollgas auf der Bühne. Das Publikum wurde nochmal ordentlich angeheizt und Sänger Florent Salfati forderte das Publikum immer wieder zum Circle- und Moshpit, sowie zur Wall of Death auf. LANDMVARKS spielten zudem den erst kürzlich veröffentlichten Song „Sulfur“ aus dem kommenden Album THE DARKEST PLACE I´VE EVER BEEN. Gemeinsam mit dem ebenfalls veröffentlichten Song „Sombre 16“ wird hier die Geschichte des Songs „Creature“ fortgesetzt. Energetisch und mit unbändiger Bewegungsfreude peitschten LANDMVRKSdas Publikum zum Höhepunkt des Abends: der Auftritt von Electric Callboy.
Volldampf mit dem TEKKNO TRAIN
Erneut verdunkelte sich die Bühne. Allerdings nicht lange, denn auf den gewaltigen Bildschirmen erschien ein Mann und sofort gingen Jubelschreie durch das Publikum. Uke Bosse, in Gestalt des Elevator Operator testete die Bühnentechnik, dann betraten mit einem Knall die Stars des Abends mit dem gleichnamigen Song „Elevator Operator“ die Bühne. Abgerundet mit reichlich Pyrotechnik ging es ohne Umschweife direkt in das Set von Electric Callboy. Nico Sallach und Kevin Ratajczak bedankten sich zwischen den Songs nicht nur bei den Bands, die an diesem Tag auftraten, sondern auch bei ihrer Crew, die sie seit Jahren in fester Besetzung begleitet, sowie bei den anwesenden Fans, die dank ihrer Anwesenheit nicht nur der Veranstaltung ein Sold Out einbrachte, sondern auch dafür sorgen, dass es in Zukunft ein weiteres Escalation Fest geben wird. Bildgewaltig gaben sich Electric Callboy an diesem Abend, die beim Spielen ihrer veröffentlichten Songs gerne in die Kostüme ihrer Videos schlüpfen. So durften auch an diesem Abend „Hypa Hypa“, „We Got The Moves“, „Pump it“ und „Ratatata“ nicht fehlen. Kalle Koschinsky unterstützte die Band auf der Bühne beim Song „Castrop x Spandau“ und As Everything Unfolds Frontfrau Charlie Rolfe gab dem Song „Fuckboi“ ihre Stimme. Auch LANDMVRKS Sänger Florent Salfati unterstütze auf der Bühne.
Schlager können die Jungs aus Castrop-Rauxel definitiv auch und stimmten mit „Hurrikan“ zum eigens für diesen Song entstandenen Deathcofox an. Überwältigt wurde die Band von ihren Fans, als diese plötzlich Fahnen im Publikum schwangen. Diese Aktion wurde über Discord von Fans mit Fans organisiert. Als wäre die Energie nicht ohnehin schon am Siedepunkt gewesen, legten Electric Callboy immer wieder nach und haben sich auch für die Fans eine Überraschung einfallen lassen. Während Drummer David Friedrich ein donnerndes Drum Solo präsentierte, wurde heimlich das bereits bekannte rote Piano in Form eines Penis in das Publikum geschoben. Die Besucher trauten ihren Augen kaum als Nico und Co. plötzlich direkt neben ihnen auftauchten und mitten in der Menge mehrere Akustiksongs spielten. Dabei forderten Electric Callboy die umstehenden Fans dazu auf, sich hinzusetzen, damit auch alle Anwesenden etwas von der Aktion mitbekommen. Danach wurde zur größten Wall of Death des Abends aufgefordert und der Graben zog sich einmal komplett durch die Halle. Langeweile suchte man bei diesem Auftritt vergebens.
Insgesamt zeigte sich das mittlerweile dritte Escalation Fest sehr kurzweilig und bestätigte, dass das Konzept von Electric Callboy definitiv gut ankommt. Am Ende des Abends konnte man in viele erschöpfte und wahrlich glückliche Gesichter blicken. Somit freuen wir uns auf das nächste Escalation Fest, wenn es heißt: der TEKKNO TRAIN rollt wieder!
Da wir natürlich bei diesem Musikspektakel dabei waren, haben wir die Eindrücke in einer Bildergalerie zusammen gefasst.
Bilder von As Everything Unfolds gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/as-everything-unfolds/
Bilder von Bad Loverz gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/bad-loverz/
Bilder von Callejon gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/callejon/
Bilder von H-Blockx gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/h-blockx/
Bilder von Landmvarks gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/landmvrks/
Bilder von Electric Callboy gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/electric-callboy/