
Was ich in Wiesbaden nicht mit erleben konnte habe ich in Der Rockhal in Luxemburg nach geholt. Heaven Shall Burn haben hier Station gemacht und hatten wie bei den anderen Konzerten auch The Halo Effect, The Black Dahlia Murder und Frozen Soul mit an Bord. Leider nur in der Rockhal Club vor knapp 1000 Besuchern tat es der Stimmung keinen Abbruch, die von Anfang an sehr gut war.
4 Bands erfordern frühes anfangen oder verkürzte Spielzeit. So war es mit Frozen Spul die um 18:30 Uhr für eine halbe Stunde den Abend eröffneten. Der erste Act des Abends hat es gewiss immer etwas schwerer bei einem solchen Konzert, wenn er/sie nicht schon ein bekannter Name in der Szene ist. Das Publikum tat sich zunächst noch ein wenig schwer, den Abend direkt mit den von der Band gewünschten Mosh-/Circle-Pits zu starten. Nach und nach kamen dann aber die ersten Reihen in Laune und kamen auch dem Wunsch der Band, die Pits zu starten, nach. Frozen Soul spielten Tracks wie „Absolute Zero“, „Chaos Will Reign“ oder auch „Crypt Of Ice“.
Schließlich füllte sich die Rockhal noch weiter und nach einer kurze Umbaupause konnte es auch schon mit dem nächsten Act weitergehen.
Bilder von Frozen Soul gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/frozen-soul/
Setlist:
- Encased in ICE
- Absolute Zero
- Chaos will Reign
- Morbid Effigy
- No Place of Warmth
- Arsenal of War
- Invoke War
- Crypt of ICE
Danach übernahmen The Black Dahlia Murder das Zepter. Wer die Truppe von Platte kennt, weiß um ihre technische Präzision, doch live entfaltete das Material eine völlig neue Dynamik. Die Riffs schnitten messerscharf durch die Rockhal, und die Songs wirkten direkter als in der Studioversion. Ein absurder Moment der Show: Ein Tänzer im Gorilla-Kostüm hüpfte plötzlich völlig unvermittelt durch die Menge – eine kleine Prise Wahnsinn, die im Gedächtnis bleibt. Brian Eschbach am Mikrofon leistete hervorragende Arbeit, das schwere Erbe des verstorbenen Trevor Strnad würdevoll und mit einer eigenen Note weiterzuführen, wobei er eine eher sachliche, fokussiertere Bühnenpräsenz an den Tag legte.
Bilder von The Black Dahlia Murder gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/the-black-dahlia-murder/
Setlist:
- What a horrible Night to have a Curse
- Kings of the Nightworld
- Aftermath
- A Vulgar Picture
- Mammoth‘s Hand
- Cursed Creator
- Nightbringers
- Everything went Black
- Utopia Black
Mit The Halo Effect folgte ein echtes Highlight für Fans des Göteborg-Sounds. Die schwedische Band wurde 2019 von ehemaligen Mitgliedern von In Flames gegründet und vereint Musiker wie Sänger Mikael Stanne. Frontmann von Dark Tranquility und Gitarrist Jesper Strömblad. Entsprechend stark geprägt ist der Sound der Gruppe vom klassischen melodischen Death Metal der 1990er-Jahre. Hymnische Melodien, zweistimmige Gitarren und Stannes markante Stimme und sympathisch-herzliche Bühnenpräsenz sorgten für einen der atmosphärisch dichtesten Momente des Abends.
Bilder von The Halo Effect gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/the-halo-effect-2/
Setlist:
- The Curse of Silence
- March of the Unheard
- Feel what i believe
- The Needless End
- Detonate
- Become Surrender
- Gateways
- Pur Channel to the Darkness
- Between Directions
- A Truth Worth lying for
- Shadowminds
Der Headliner Heaven Shall Burn schloss den Abend mit einer beeindruckenden Show ab. Die Produktion war auf höchstem Niveau: eine spektakuläre Lichtshow, massive Feuereffekte und ein Sound, der das Palladium erzittern ließ. Die Setlist war bewusst gemischt und bot Klassiker neben neueren Tracks, was sowohl alte als auch neue Fans glücklich machte. Die Band spielte rund 80 Minuten und nutzte jede Sekunde, um die Menge in Ekstase zu versetzen.
Die Stimmung war phänomenal. Ultra gepogt, gemosht und gesurft wurde von der ersten bis zur letzten Minute. Circle-Pits und Walls of Death wechselten sich ab, während Marcus Bischoff mit seiner charismatischen Art und den politisch-sozialen Botschaften die Halle vereinte. Heaven Shall Burn zeigten einmal mehr, warum sie zu den wichtigsten Acts im modernen Metalcore und Melodic Death Metal gehören.
Der Abend war ein perfektes Zusammenspiel aus aufstrebenden Talenten und etablierten Größen. Frozen Soul als neuer Hoffnungsträger, The Black Dahlia Murder mit solider Power, The Halo Effect mit Klasse und Heaven Shall Burn als absoluter Headliner – dieser Konzertabend wird noch lange in Erinnerung bleiben. Wer dabei war, weiß: Metal lebt und brodelt stärker denn je.
Bilder von Heaven Shall Burn gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/heaven-shall-burn/
Setlist:
- War is the Father of all
- Voice of the Voicless
- My Revocation of Compliance
- Godiva
- Counterweight
- Armia
- Confounder
- Endzeit
- Black Tears
- Übermacht
- The Martyrs Blood
- Thougths and Prayers
- The Weapon They Fear
- A Whisper from above
- Valhalla