
Das Sicking High Rock 2026 in Weselberg war bereits Wochen vor dem Festival restlos ausverkauft und lockte wieder zahlreiche Metalfans auf die Sickinger Höhe. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen wurde das Festival für Besucher, Helfer und Bands gleichermaßen zu einer echten Hitzeschlacht. Schattenplätze waren begehrt und kalte Getränke sorgten für die nötige Abkühlung.
Der ursprünglich geplante Ablauf musste kurzfristig angepasst werden: Die Band Skull & Crossbones sagte ihren Auftritt kurzfristig ab. Zudem sorgte die extreme Hitze dafür, dass der Festivalstart aus Sicherheitsgründen auf 15:00 Uhr verschoben wurde. Anstelle des regulären Programms eröffnete Rock meets Brass gemeinsam mit dem Musikverein Weselberg den Festivaltag und begeisterte das Publikum mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Blasmusik und Rockklassikern. Jetzt war es Zeit für Mike Gerhold.
Mike Gerhold bewies bei seinem Solo-&-Unplugged-Auftritt, dass gute Livemusik auch bei extremer Hitze begeistert. Mit seiner markanten Stimme und einer gelungenen Auswahl an Coversongs schuf er eine lockere und mitreißende Atmosphäre, bei der das Publikum von Beginn an mitging.
Die hochsommerlichen Bedingungen forderten allerdings ihren Tribut. Während des Konzerts erlitt Mike Gerhold einen Kreislaufkollaps und musste seinen Auftritt kurzzeitig unterbrechen. Nach einer kurzen Verschnaufpause und der Versorgung vor Ort konnte das Konzert jedoch fortgesetzt werden – sehr zur Freude der zahlreichen Besucher, die ihn mit großem Applaus unterstützten.
Mit jeder Menge Spielfreude und einer mitreißenden Bühnenpräsenz lieferten Snakebites ein druckvolles 45-minütiges Konzert ab. Vom ersten Ton an sprang der Funke auf das Publikum über, das die Band lautstark feierte und jeden Song begeistert aufnahm.
Zum abwechslungsreichen Set gehörten unter anderem „Heading for the Beast“, „Princess of Pain“ und „Blow It Up“, die mit kraftvollen Riffs, treibenden Rhythmen und eingängigen Refrains für beste Stimmung sorgten. Die Band präsentierte sich bestens eingespielt und überzeugte mit einer energiegeladenen Performance, die keine Wünsche offenließ.
Vor der Bühne wurde mitgesungen, geklatscht und ausgelassen gefeiert. Die Fans honorierten die sichtbare Spielfreude der Musiker mit großem Applaus und sorgten dafür, dass das Konzert zu einem echten Höhepunkt wurde.
Mädhouse lieferten einen Auftritt ab, der von der ersten bis zur letzten Minute von Energie, Intensität und grenzenloser Spielfreude geprägt war. Mit druckvollen Gitarrenriffs, einer kraftvollen Rhythmussektion und jeder Menge Leidenschaft riss die Band das Publikum sofort mit und verwandelte das Festivalgelände in eine einzige große Metal-Party.
Die Musiker zeigten auf der Bühne eine beeindruckende Spielwut, die sich unmittelbar auf die Fans übertrug. Vor der Bühne wurde mitgefeiert, mitgesungen und gebangt – die Begeisterung war förmlich greifbar. Zwischen Band und Publikum entwickelte sich eine besondere Dynamik, die den gesamten Auftritt trug und für eine ausgelassene Atmosphäre sorgte.
Mädhouse bewiesen eindrucksvoll, dass Metal nicht nur laut und kraftvoll, sondern auch pure Freude sein kann. Mit ihrer authentischen Performance und ihrer mitreißenden Bühnenpräsenz sorgten sie für einen der stimmungsvollsten Auftritte des Tages und hinterließen ein begeistertes Publikum, das die Band mit lang anhaltendem Applaus verabschiedete.
Trotz kleiner technischer Schwierigkeiten beim Gitarristen ließen sich Scarlet Anger bei ihrem Auftritt nicht aus der Ruhe bringen. Bereits mit „On the Road to Salvation“ sprang der Funke auf das Publikum über. Spätestens bei „My Battlefield“ verwandelte sich der Bereich vor der Bühne in ein Meer aus begeisterten Fans, die lautstark mitsangen und die Band feierten. Auch „Martyr“ zählte zu den Höhepunkten des Abends und zeigte eindrucksvoll die kraftvolle Mischung aus harten Riffs und eingängigen Melodien. Vor der Bühne zeichneten sich die Schatten der Fans im Bühnenlicht ab – ein stimmungsvolles Bild, das perfekt zur Atmosphäre des Konzerts passte. Zahlreiche Besucher sorgten für eine beeindruckende Kulisse und feierten jede Nummer mit großer Begeisterung.
Am Ende überwogen die starken musikalischen Momente deutlich die kleinen technischen Pannen. Scarlet Anger lieferten eine energiegeladene Show ab und bewiesen, dass eine großartige Stimmung und die Nähe zu den Fans wichtiger sind als ein kurzer technischer Aussetzer. Das Publikum dankte es der Band mit lautem Applaus und einem rundum gelungenen Konzertabend.
Overdrives lieferten einen Auftritt ab, der Erinnerungen an AC/DC weckte – druckvolle Gitarrenriffs, ein treibender Rhythmus und jede Menge Rock ’n’ Roll. Dabei setzte die Band jedoch konsequent auf eigenes Material und bewies, dass sie keine Kopie, sondern eine eigenständige Größe ist.
Mit Songs wie „Bad Breath Girl“, „We Are One“ und „She Hildes a big Packet“, heizten Overdrives dem Publikum ordentlich ein. Die kraftvollen Gitarren, eingängigen Refrains und die energiegeladene Bühnenpräsenz sorgten dafür, dass die Stimmung von Song zu Song immer weiter anstieg.
Vor der Bühne war es rappelvoll. Die Fans sangen mit, klatschten im Takt und feierten die Band vom ersten bis zum letzten Ton. Immer wieder brandete tosender Applaus auf und zeigte, wie gut die energiegeladene Performance beim Publikum ankam.
Overdrives bewiesen eindrucksvoll, dass klassischer Hard Rock nichts von seiner Faszination verloren hat. Mit starken Eigenkompositionen, einer mitreißenden Show und jeder Menge Spielfreude hinterließen sie einen bleibenden Eindruck und machten ihren Auftritt zu einem der rockigsten Höhepunkte des Abends.
Besser hätte ein gelungener Festivaltag kaum enden können: Blackrain lieferten zum Abschluss noch einmal eine energiegeladene und mitreißende Show ab. Die Franzosen, die nicht ohne Grund gerne als die „Mötley Crüe Frankreichs“ bezeichnet werden, überzeugten mit jeder Menge Dynamik, kraftvollen Songs und einer spürbaren Spielfreude. Von der ersten bis zur letzten Minute sprang der Funke auf das Publikum über und sorgte für einen perfekten Ausklang des Tages.
Nach dieser starken Performance ließ man den Festivalabend entspannt bei dem einen oder anderen Bier ausklingen und blickte bereits voller Vorfreude nach vorne.
Der Termin für das nächste Sicking High Rock steht bereits fest: 26. Juni 2027. Ein Datum, das sich Rockfans schon jetzt im Kalender markieren sollten.
Trotz der hohen Temperaturen ließen sich die Fans die Stimmung nicht verderben. Es wurde geschwitzt, gefeiert und mitgesungen – ganz nach dem Motto: Metal kennt kein schlechtes Wetter, aber auch keine Angst vor Sonne. Die familiäre Atmosphäre, das engagierte Organisationsteam und die starke Gemeinschaft machten das Sicking High Rock 2026 erneut zu einem unvergesslichen Festival, das bewies, dass selbst kurzfristige Änderungen der guten Stimmung keinen Abbruch tun konnten.
Bilder von Mike Gerhold gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/mike-gerhold/
Bilder von Snakebite gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/snakebite-2/
Bilder von Mädhouse gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/maedhouse/
Bilder von Scarlet Anger gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/scarlet-anger/
Bilder von Overdrives gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/overdrivers/
Bilder von BlackRain gibt es hier: https://rock-konzert-magazin.com/blackrain/