Rund 1000 Fans versammelten sich im Schlachthof Wiesbaden, als um 20:00 Uhr die Rogers aus Düsseldorf die Bühne betraten. Als Support für Betontod hatten sie die Aufgabe, das Publikum auf den bevorstehenden Headliner einzustimmen. Und genau dafür brachte das Quartett die passenden Zutaten mit: druckvollen Punkrock, klare Ansagen und jede Menge Energie.
Mit Songs wie „Nie euer Land“, „Oder“ und „Nachbarn“ legten die Düsseldorfer direkt los. Vor der Bühne kam Bewegung in die Menge, während sich die Fans zunehmend warmspielten und auf den Hauptact des Abends vorbereiteten. Die Rogers lieferten den passenden Soundtrack für einen Abend, der ganz im Zeichen des deutschsprachigen Punkrocks stand.
Doch neben schnellen Gitarren, treibenden Drums und eingängigen Refrains hatten die Rogers auch eine klare Botschaft im Gepäck. Sänger Chri Hoffmeier bezog deutlich Stellung gegen Nazis und machte unmissverständlich klar, wofür die Band steht – und wogegen. Haltung zeigen gehört bei den Düsseldorfern ebenso zum Programm wie laute Musik und eine direkte Ansprache des Publikums.
Die Rogers erfüllten ihre Rolle als Anheizer mit Nachdruck. Mit ihrem energiegeladenen Punkrock brachten sie die rund 1000 Besucher im Schlachthof Wiesbaden auf Betriebstemperatur und schufen damit eine solide Grundlage für den anschließenden Auftritt von Betontod.
Setlist:
- Mittelfinger für immer
- Einen Scheiss muss ich
- Nie euer Land
- Ganz nach oben
- GMNMADE (Geh mir nicht mehr auf die Eier)
- Oder
- Anders als Ihr
- Tragen
- Nachbarn
- Vergiss nie
- Allein
- Einen letzten Abend
Nachdem Rogers das Publikum bereits ordentlich auf Betriebstemperatur gebracht hatten, übernahmen Betontod im Schlachthof Wiesbaden das Kommando. Rund 1000 Fans waren gekommen, um gemeinsam mit der Punkrock-Institution aus Rheinberg einen Abend voller Energie, Haltung und schweißtreibender Live-Musik zu erleben. Und schon nach den ersten Minuten war klar: Hier wollte niemand lange stillstehen.
Fahnen wurden im Publikum geschwenkt, die ersten Reihen feierten ausgelassen, und die Stimmung entwickelte sich schnell zu einer mitreißenden Punkrock-Party. Betontod verstanden es einmal mehr, die Energie von der Bühne direkt in die Menge zu übertragen. Dabei waren es nicht nur die Musiker, die für ordentlich Lautstärke sorgten – auch das Publikum erwies sich als stimmgewaltiger Mitspieler und sang zahlreiche Passagen lautstark mit.
Mit „Tanz im Algorithmus“ forderte die Band die Fans auf, auf der Stelle zu tanzen. Eine Aufforderung, die im Schlachthof natürlich nicht lange unbeantwortet blieb. Überall wurde gehüpft, getanzt und gefeiert. Betontod lieferten den passenden Soundtrack, während die Fans jede Gelegenheit nutzten, ihre Begeisterung lautstark zum Ausdruck zu bringen.
Auch bei „Hömmasamma“ durfte das Bier nicht fehlen. Der Song fügte sich perfekt in die ausgelassene Atmosphäre ein und unterstrich, worum es an diesem Abend ging: gemeinsam feiern, den Alltag vergessen und Punkrock in seiner unmittelbarsten Form erleben.
Mit Songs wie „Küss mich“, „Für dich“ und „Nie mehr St. Pauli“ hielt die Band das Energielevel konstant hoch. Die Mischung aus druckvollen Gitarren, eingängigen Refrains und der unverkennbaren Betontod-Attitüde sorgte dafür, dass die Stimmung bis zum Schluss nicht abriss. Besonders beeindruckend war dabei die Verbindung zwischen Band und Publikum: Die Fans sangen mit voller Kehle, feierten jede Nummer und machten den Schlachthof zu einem einzigen großen Punkrock-Chor.
Zum Abschluss setzten Betontod mit „Traum von Freiheit“ noch einmal ein emotionales Ausrufezeichen. Ein würdiger Schlusspunkt für einen Abend, an dem Fahnen durch die Luft wirbelten, Bierbecher zum Gesamtbild gehörten und die Fans von der ersten Minute bis zum letzten Song alles gaben.
Fazit: Betontod verwandelten den Schlachthof Wiesbaden in eine ausgelassene Punkrock-Feier. Mit starken Songs, einer mitreißenden Bühnenpräsenz und einem textsicheren Publikum bewies die Band einmal mehr, dass ihre Konzerte weit mehr sind als reine Live-Auftritte – sie sind ein gemeinsames Erlebnis, bei dem die Energie bis in die letzte Reihe spürbar bleibt.
Setlist:
- All die schönen Menschen
- Schwarzes Blut
- Feuer frei
- Neonlicht
- Keine Popsongs
- Alles
- Auf eine gute Zeit
- Tanz im Algorithmus
- Hömmasamma
- Keep Calm
- An Deiner Seite
- Bambule &Randale
- Ich bereue nichts
- Küss mich
- Ich nehm dich mit
- Zusammen
- Für dich
- Nie mehr St. Pauli
- Glück auf
- Viva Punk
- Abwesenheitsnotiz
- Eine letzte Runde
- Traum von Freiheit