Soilwork eröffnen den Abend mit voller Energie – Amon Amarth auf der „The Allfather Awakens“-Tour

Pünktlich um 18:30 Uhr fiel in der Rockhal der Startschuss für einen Abend voller Metal-Power. Den Auftakt der „The Allfather Awakens“-Tour von Amon Amarth übernahmen Soilwork, die sich trotz der ungewöhnlich schmalen Bühne bestens in Szene setzten. Eine ähnliche Situation hatte es bereits vor zwei Jahren bei der gemeinsamen Show mit In Flames und Arch Enemy gegeben.

Die Rockhal war zu diesem Zeitpunkt bereits gut gefüllt, und auch die Stimmung ließ von Beginn an keine Wünsche offen. Soilwork präsentierten sich spielfreudig, ausdrucksstark und mit ordentlich Druck. Die schwedischen Melodic-Death-Metaller nutzten die Bühne effektiv und überzeugten mit einer kraftvollen Performance, die das Publikum schnell auf Betriebstemperatur brachte.

Songs wie „Distance“, „Spirit of No Return“ und „Death Diviner“ sorgten für ordentlich Bewegung im Publikum. Die Band zeigte sich bestens aufgelegt und bewies, dass sie auch unter eingeschränkten Platzverhältnissen eine überzeugende Show auf die Beine stellen kann.

Mit dem energiegeladenen „Stabbing the Drama“ verabschiedeten sich Soilwork schließlich von den Fans. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr machte und die Messlatte für Special Guest Orbit Culture sowie Headliner Amon Amarth bereits ordentlich nach oben legte.

Setlist:

  1. The Nurturing Glance
  2. Distance
  3. Figure Number Five
  4. Distortion Sleep
  5. Spirit of no Return
  6. Death Diviner
  7. Stalfagel
  8. Stabbing the Drama

Orbit Culture – düstere Klangwelten und pure Energie

Nach dem gelungenen Auftakt von Soilwork übernahmen Orbit Culture das Kommando und tauchten die Rockhal in eine düstere Atmosphäre. Mit bewusst spärlichem Licht und einem druckvollen Sound setzte die schwedische Metal-Band von der ersten Minute an ein klares Zeichen. Die Performance war kraftvoll, direkt und ohne unnötige Umwege auf maximale Wirkung ausgelegt.

Die Stimmung im Publikum zog sofort spürbar an. Was zunächst mit konzentriertem Headbangen begann, entwickelte sich schnell zu einer ausgelassenen Metal-Party. Für den ersten Circle Pit des Abends war ebenfalls gesorgt. Sänger Niklas Karlsson verstand es, die Fans mit seinen Ansagen mitzureißen und sie immer wieder zum Springen zu animieren. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und verwandelte den Innenraum in ein brodelndes Meer aus Bewegung.

Musikalisch lieferten Orbit Culture eine kompromisslose Mischung aus wuchtigen Riffs, massiven Drums und düsteren Klanglandschaften. Bereits der Opener „Redfog“ machte deutlich, wohin die Reise gehen sollte. Auch „The Tales of War“ und „While We Serve“ kamen bei den Fans hervorragend an und sorgten für weitere Höhepunkte im Set.

Mit „Vultures of North“ verabschiedeten sich Orbit Culture schließlich von der Bühne. Der Auftritt hinterließ Eindruck: düster, druckvoll und voller Energie. Die Band hatte die Stimmung in der Rockhal noch einmal deutlich angeheizt und damit beste Voraussetzungen für den anschließenden Headliner Amon Amarth geschaffen.

Setlist:

  1. Redfog
  2. Alienated
  3. The Storm
  4. The Tales of War
  5. Strangler
  6. While we Serve
  7. Hydra
  8. Vultures of North

Amon Amarth: Ein Finale voller Feuer, Donner und Wikinger-Power

Als Amon Amarth die Bühne betraten, wurden sie von tosendem Applaus empfangen. Schon das Bühnenbild machte deutlich, dass die Fans ein spektakuläres Finale erwarten durfte: Ein Drachenboot für Drummer Jocke Wallgren, dazu eine riesige LED-Leinwand mit passenden Einspielern zu den einzelnen Songs. Optisch wie musikalisch wurde hier ordentlich aufgefahren.

Die Stimmung erreichte endgültig ihren Höhepunkt. Textsichere Fans sangen die Songs lautstark mit, während auf der Bühne Feuer und Flammen loderten. Amon Amarth präsentierten sich in absoluter Spiellaune. Die druckvolle Performance, die beeindruckende Bühneninszenierung und die sichtbare Freude der Musiker an ihrer Musik machten den Auftritt zu einem echten Highlight des Abends.

Mit Hymnen wie „War of the Gods“, „We Rule the Waves“ und „Upphaf“ heizten die schwedischen Melodic-Death-Metaller dem Publikum weiter ein. Natürlich durfte auch der Titelsong der aktuellen Tour, „The Allfather Awakes“, nicht fehlen. Die Kombination aus brachialen Riffs, donnernden Drums und spektakulären Feuereffekten sorgte für Gänsehautmomente und ausgelassene Stimmung.

Doch damit war noch lange nicht Schluss. Für die Zugabe kehrten Amon Amarth mit drei weiteren Songs zurück. „The Way of Vikings“ brachte die Halle erneut zum Beben, bevor bei „Saxons and Vikings“ Biff Byford von Saxon auf der LED-Leinwand zu sehen war. Ein besonderer Moment, der die Verbindung zwischen Metal-Legenden und Wikinger-Metal eindrucksvoll unterstrich.

Zum krönenden Abschluss erklang schließlich „Twilight of the Thunder God“. Noch einmal gab es volle Wikinger-Power, donnernde Riffs und eine entfesselte Menge. Ein würdiger Schlusspunkt für eine Show, die in Sachen Energie und Inszenierung keine Wünsche offenließ.

Setlist:

  1. Gjallarhorn
  2. War of the Gods
  3. Death in Fire
  4. Free will Sacrifice
  5. Deceiver of the Gods
  6. The Allfather Awakes
  7. Hermod`s Ride to Hel – Lokes Treachery Part 1
  8. Put your back into the Oar
  9. We rule the Waves
  10. One Thousand Burning Arrows
  11. Upphaf
  12. Guardians of Asgaard
  13. Shield Wall
  14. Eight Legs of Thunder
  15. Raise your Horns
  16. For Victory of Death
  17. The Way of Vikings
  18. Saxons and Vikings
  19. Twilight of the Thunder God

Fazit: Drei Bands, ein Abend voller Metal-Magie

Was für ein Abend! Drei starke Bands, die sich von Auftritt zu Auftritt steigerten und das Publikum immer weiter anheizten. Amon Amarth setzten mit ihrer spektakulären Show, den gewaltigen Hymnen und jeder Menge Feuer den perfekten Schlusspunkt. Am Ende machten sich die Fans mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf den Heimweg – und mit jeder Menge unvergesslicher Metal-Momente im Gepäck.