Aesthetic Perfection – Düsterer Sound und rabenschwarze Atmosphäre

Pünktlich um 20:00 Uhr übernahmen Priest als Support das Kommando auf der Bühne der Essener Fabrik. Drei Männer mit auffälligen Rabenmasken sorgten bereits beim Betreten der Bühne für einen ungewöhnlichen und geheimnisvollen Anblick. Schnell stellte sich die Frage: Wird hier tatsächlich live gesungen oder kommt der Gesang vom Band? Egal wie er das Mikrofon hielt es war immer gleich laut und durch die Maske sah man nicht ob er gesungen hat oder nicht. Den Fans war es egal die feierten teils noch etwas zurückhaltend teils etwas kräftiger. 

Das Bühnenbild präsentierte sich passend dazu ausgesprochen düster. Kaum Licht, zwei Synthesizer und ein Drumcomputer bildeten das technische Fundament der Performance. Musikalisch gab es ordentlich Druck auf die Ohren: wuchtige Drums, harte Percussion und elektronische Klänge sorgten für einen kompromisslosen Sound, der sich durch die Fabrik schob. 

Auch musikalisch hatte das Trio einiges zu bieten. Mit Songs wie „The Pit“, „My Lonely Heart“ und „Dehumanized“ präsentierten Priest einen abwechslungsreichen Mix aus düsteren elektronischen Sounds, treibenden Rhythmen und kraftvollen Beats. Zum Abschluss gab es mit „Python“ noch einmal einen passenden Schlusspunkt für einen ungewöhnlichen und atmosphärisch dichten Support-Auftritt.

Aesthetic Perfection – Volle Energie und ein Hauch Sommer-Goth

Um 21:00 Uhr war schließlich Headliner-Zeit! Aesthetic Perfection betraten die Bühne und wurden von den Fans mit lautem Geschrei und tosendem Applaus empfangen. Zwei Frauen und zwei Männer sorgten von der ersten Sekunde an für ordentlich Bewegung. Auf der Bühne herrschte Vollgas, und auch im Publikum gab es kein Halten mehr.

Mit „Gods and Gold“ fiel der Startschuss, und die Stimmung war sofort auf Betriebstemperatur. Spielfreude, eine starke Bühnenpräsenz und der direkte Kontakt zu den Fans machten schnell deutlich, dass die Band nicht nur musikalisch, sondern auch in Sachen Unterhaltung einiges zu bieten hatte. Mit „Never Enough“, „Into the Void“ und „Dead of Night“ ging die wilde Fahrt weiter.

Für eine besondere Überraschung sorgte der Einspieler vor „Summer Goth“: Eine Radiosendersuche leitete den Song ein. Passend dazu legte die Band kurzerhand einen sommerlichen Outfitwechsel hin und brachte damit eine ordentliche Portion Augenzwinkern auf die Bühne. Ein gelungener Kontrast zur ansonsten düsteren elektronischen Klangwelt.

Danach ging es mit ungebremster Energie weiter. Aesthetic Perfection überzeugten mit einer starken Performance, jeder Menge Spielfreude und einem gelungenen Zusammenspiel mit dem Publikum.

Fazit: Zwei unterschiedliche Bands, zwei eigenständige musikalische Welten und ein rundum starker Konzertabend in der Essener Fabrik. Priest lieferten den düsteren elektronischen Auftakt, während Aesthetic Perfection als Headliner mit Energie, Show und Publikumsnähe überzeugten. Ein Abend, der definitiv Lust auf mehr machte!

Setlist:

  1. Gods and Gold
  2. S E X 
  3. Rhythm & Control
  4. Antibody
  5. Never Enough
  6. Summer Goth
  7. Sorrow
  8. The Siren
  9. The Ones
  10. Into the Void
  11. Villain Era
  12. Dead of Night
  13. Schadenfreude
  14. All Beauty Destroyed
  15. We bring the Beat
  16. Live likes Lies